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International Argentinien rutscht in weitere Staatspleite

Lange hatte es danach ausgesehen, als ob es im Schuldenstreit zwischen Argentinien und einigen US-Hedgefonds zu einer Einigung im letzten Moment käme. Doch dann brachen die Verhandlungen in New York ab, die letzte Frist verstrich ohne Ergebnis.

Legende: Video Zahlungsunfähiges Argentinien abspielen. Laufzeit 01:22 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 31.07.2014.

Die Gespräche fanden auf höchster Ebene statt. Argentiniens Wirtschaftsminister Axel Kiciloff kam eigens nach New York, um mit den Hedgefonds zu verhandeln. Anstelle eines Happy Ends gab's jedoch harte Vorwürfe.

«Wir haben den Geier-Fonds dasselbe Angebot gemacht wie allen anderen Gläubigern», erklärte ein verärgerter Kiciloff vor den Medien. Doch sie würden auf den vollen Preis für ihre Staatsanleihen bestehen.

Argentinien will alle Gläubiger bedienen

Andere Gläubiger hatten im Zuge der Umschuldung nach der Staatspleite 2001 auf einen Teil ihrer Forderungen verzichtet. Dabei begab sich Argentinien freiwillig unter amerikanisches Recht. Vor einigen Wochen entschied dann ein US-Gericht, dass diese Gläubiger kein Geld ausbezahlt erhalten dürfen, solange die Hedgefonds nicht den vollen Wert für ihre Anleihen erhalten.

Argentinien wolle alle seine Gläubiger bedienen, bekäftigte Argentiniens Wirtschaftsminister. «Das geht aber nur, wenn die Bedingungen dafür im Einklang mit unseren nationalen Gesetzen stünden», so Kiciloff.

Nicht alle sehen das so. Und in den letzten Tagen gab es Ansätze für Lösungen, die tatsächlich im Einklang mit den Gesetzen Argentiniens gestanden wären.

Konsequenzen bald konkret spürbar

Mit der Nichteinigung innerhalb der gegebenen Frist ist Argentinien zumindest technisch pleite. Zum zweiten Mal innert 13 Jahren.

Falls nicht bald doch noch eine Lösung gefunden wird, dürfte diese Pleite im wirtschaftlich schon angeschlagenen Argentinien auch faktisch spürbar werden – in Form eines geringeren Wirtschaftswachstums etwa und einer sehr hohen Teuerung.

Von den Finanzmärkten bleibt Argentinien ausgeschlossen. Bereits für heute Donnerstag wird damit gerechnet, dass die argentinische Börse durchgeschüttelt

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi, Winterthur
    Endlich erwähnt jemand die Schuld der USA an den Problemen Argentiniens. Wann stehen die Nationen der Welt endlich auf und erkennen die wirklichen Probleme. Es braucht eine Weltwährungs Reform entweder vor oder nach einem 3 Weltkrieg. Ganz davon abgesehen, das Argentinien selbst viele Fehler macht.
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  • Kommentar von H. Bernoulli, Zürich
    Argentinien lässt man pleite gehen, die USA betätigen dafür die Notenpresse und lassen sich ihre Schulden und ihr Handelsbilanzdeffizit von der ganzen übrigen Welt finanzieren. Dafür kaufen sie sich auf Pump die stärkste Armee, damit sie bei Bedarf die $-Herrschaft auch militärisch durchsetzen können. Wehe den Staaten, welche die $-Herrschaft ablehnen oder empfindlich schwächen könnten (Irak, RU&China).
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  • Kommentar von E, Waeden, Kt. Zürich
    Und in einem weiteren Land sind Eskalationen & Unruhen so vorprogrammiert. Danke USA!
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    1. Antwort von Christian gross, Stallikon
      Und wie ist die USA schuld? Hat die USA die Darlehen genommen? Hat die USA du dann nicht zurück bezahlt? Argentinien ist schuld hier. Sie treibt ein unseriös Politik und bezahlt nicht ihrer Darlehen. Das ist jetzt das drittens oder viertens mal in 40 Jahre. Da würde ich viel lieber nichts sagen als gegen die USA zu wettern...
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    2. Antwort von Raphael Nagorsnik, Córdoba Argentinien
      @Christian Gross: Es ist nicht so das Argentinien seine Schulden nicht bezahlen will, im Gegenteil sogar, Argentinien will bezahlen und hat sogar bereits über eine halbe Milliarde seiner Schulden bezahlt! Es geht hier bei diesen fonds darum das Argentinien nicht bereit ist, einen Zinssatz von 1608% zu zahlen und das kann ich vollkommen verstehen! Es ist zwar ein entscheid der US Justiz, die USA allerdings als Land hat damit nicht viel zu tun, in der USA gibt es viel Kritik zu diesem Entscheid!
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