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International Armenien warnt Aserbaidschan vor Krieg

Die Zahl der Toten bei den Gefechten um die Kaukasusregion Bergkarabach steigt. Im wieder entflammten Konflikt mit Armenien hat Aserbaidschan seine Armee in Gefechtsbereitschaft versetzt.

Mann vor zerstörtem Haus.
Legende: Die Kämpfe zwischen Armenien und Aserbaidschan haben zahlreiche Tote gefordert und Schäden verursacht. Keystone

Nach dem heftigsten Gewaltausbruch in der Südkaukasusregion Bergkarabach seit Jahren dauern die Kämpfe zwischen Armenien und Aserbaidschan an. Aserbaidschan hat seine Armee nach eigenen Angaben in Gefechtsbereitschaft versetzt. Einheiten aller Waffengattungen sollten «vernichtende Schläge» vorbereiten, falls die Gegenseite ihre Angriffe nicht einstelle.

Armenien warnte Aserbaidschan vor einer weiteren Eskalation der Lage. Dies könne «unvorhersehbare und unumkehrbare Folgen haben – bis hin zu einem ausgewachsenen Krieg», sagte Präsident Sersch Sargsjan in der Hauptstadt Eriwan.

Gegenseitige Vorwürfe

Armenien warf Aserbaidschan einen Drohnenangriff auf einen Bus vor. Dabei seien fünf Menschen ums Leben gekommen, teilte das Verteidigungsministerium in Eriwan mit. Nach Medienberichten soll sich der Zwischenfall etwa 60 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Stepanakert ereignet haben.

Karte Krisengebiet
Legende: Die Region Berg-Karabach hatte sich Anfang der 90er-Jahre mit Unterstützung Armeniens von Aserbaidschan abgespalten. SRF

Die Führung der international nicht anerkannten Region Bergkarabach ihrerseits warf Aserbaidschan Aggression vor. Seit dem Aufflammen der Kämpfe am Samstag seien 20 armenische Soldaten getötet worden, sagte ein Sprecher.

Aserbaidschan sprach andererseits von 18 Toten, davon 3 Zivilisten. Es sind die schwersten Gefechte in dem seit Jahren schwelenden Konflikt.

Telefonat zwischen Steinmeier und Lawrow

Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier sprach mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow bei einem Telefonat über die angespannte Lage. Die Ressortchefs seien sich einig, dass die Kämpfe sofort beendet werden müssen, teilte das deutsche Auswärtige Amt mit. Russland ist der engste Verbündete Armeniens und hat Tausende Soldaten in der Südkaukasusrepublik stationiert.

Nach dem Gewaltausbruch soll in den kommenden Tagen mittels Krisendiplomatie eine Deeskalation herbeigeführt werden. Für Dienstag ist ein Krisentreffen der sogenannten Minsk-Gruppe der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) geplant. Am Mittwoch wird Armeniens Präsident Sargsjan bei der deutschen Kanzlerin Angela Merkel erwartet.

Brüchige Waffenruhe

Das überwiegend von Armeniern bewohnte Gebiet Berg-Karabach gehört völkerrechtlich zu Aserbaidschan, hat sich aber Anfang der 1990er-Jahre in einem Krieg mit fast 30'000 Toten von Baku losgesagt. Eine seit 1994 geltende Waffenruhe ist extrem brüchig. Aserbaidschan wirft Armenien vor, die Region Berg-Karabach besetzt zu halten.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Bernhard Bizer (Avidya)
    ...und zum Thema? Lawrow und Steinmeier sollten alles unternehmen um auf die Konfliktparteien positiv einzuwirken. Noch ein Brandherd in dieser Region kann schnell zu einem gewaltigeren Flächenbrand ausufern. Ebenso gilt es, Erdogan in dieser Region in Zaum zu halten.
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  • Kommentar von Reto Camenisch (Horatio)
    Eine ganz kleine Meldung im vergangenen Jahr, wenn ich mich nicht irre, besagte dass Deutschland seine Kriegs-Schulden nun voll zurückbezahlt habe. Es sind Riesen Milliarden Beträge welche über siebzig Jahren an die Siegermächte, unter anderem auch an die Sowjetunion bzw. Russland, bezahlt wurden, vielleicht ächzend, aber diskret!!!
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    1. Antwort von c jaschko (let there be peace on earth)
      Ja , manche schämen sich nicht sogar die grössten Lügen neu zu verpacken und zu verkaufen :-)
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  • Kommentar von c jaschko (let there be peace on earth)
    Deutschland soll seine Kriegs Schulden Europa ausbezahlen und all das Raub Gold zurück geben :-) Bei jedem Gesetz D nimmt sich das Recht rückwirkend das Geld oder die Straffen oder die Steuern einzukassieren also hier auch mal Rückwirkend erstmals für alle Schäden aufkommen bevor sie wieder auf der Welt Bühne weitere Chancen die Schäden zu verursachen erhalten können :-) Gefangenen Sklaven haben Deutschland und die Deutsche Industrie aufgebaut ohne jemals eine Entschädigung zu erhalten ...
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    1. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      es geht hier um Armenien und Aserbaidschan. Es muss alles versucht werden, hier keinen neuen Konfliktherd ausbrechen zu lassen. Was hat das mit Deutschland und dem 2. Weltkrieg nun schon wieder zu tun.? Ihr Raubgold wird da zur Nebensächlichkeit. Oder soll das Gold zur Finanzierung benutzt werden?
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