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Nasa stellt Team für bemannte Mond-Mission vor
Aus SRF 4 News aktuell vom 04.04.2023. Bild: Reuters/Go Nakamura
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«Artemis 2»-Mission zum Mond Mit diesem Team will die Nasa 2024 wieder zum Mond fliegen

  • Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat vier Menschen benannt, die im kommenden Jahr mit der «Artemis 2»-Mission um den Mond herum fliegen sollen.
  • Es sind dies Nasa-Astronautin Christina Koch, ihre Kollegen Victor Glover und Reid Wiseman sowie der kanadische Raumfahrer Jeremy Hansen.
  • Sie wären damit die ersten Menschen in der Nähe des Mondes, seit die Astronauten der letzten «Apollo»-Mission unseren Erdtrabanten 1972 für einige Zeit betreten hatten, wie die Nasa bei der Verkündung der Teilnehmer mitteilte.
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Archiv: «Artemis 1» startet nach Verzögerungen Testflug
Aus Tagesschau vom 16.11.2022.
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Die «Artemis 2»-Mission ist derzeit für November 2024 geplant. Es wäre der erste bemannte «Artemis»-Start nach dem erfolgreichen Test der «Artemis 1»-Mission im Dezember. Die unbemannte Kapsel «Orion» war dabei rund 1.4 Millionen Meilen durch den Weltraum gereist, um den Mond geflogen und nach rund 26 Tagen im All im Pazifik gelandet. Sie hatte wichtige Daten gesammelt.

Das Nasa-Team der  «Artemis 2»-Mission zum Mond:
Legende: Das Nasa-Team für den bemannten Flug zum Mond Nasa-Astronautin Christina Koch, ihre Kollegen Victor Glover (oben) und Reid Wiseman (unten) sowie der kanadische Raumfahrer Jeremy Hansen (rechts). EPA/Nasa/Josh Valcarcel

Die unbemannte Testmission galt als wichtiger Schritt für die Rückkehr von Menschen auf den Mond, mit dem Fernziel einer Reise zum Mars. Rund ein Jahr nach «Artemis 2» soll mit «Artemis 3» ein weiterer bemannter Flug inklusive Mondlandung folgen.

Wie wird entschieden, wer zum Mond fliegen darf?

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Für Michael Weinmann, Raumfahrtexperte von SRF, war die diverse Zusammensetzung des Nasa-Teams so zu erwarten. «Mich persönlich hat die Wahl des Kanadiers ein wenig überrascht. Denn er hat noch nie eine Raumfahrtmission absolviert.» Jeremy Hansen arbeitet zwar seit Jahren bei der US-Raumfahrtbehörde und wurde auch dort ausgebildet. Den Lead bei der Mond-Mission hat aber die Nasa. Japan, Europa und eben auch Kanada sind lediglich Partner. «Dass man gleich bei der ersten bemannten Artemis-Mission einen Nicht-Amerikaner mitnimmt, war für mich doch überraschend.»

Grundsätzlich seien die Voraussetzungen, um an einer solchen Mission teilzunehmen, sehr hoch: «Astronautinnen und Astronauten müssen gesundheitlich, kognitiv und hinsichtlich der Ausbildung sehr hohe Ansprüche erfüllen», erklärt Weinmann. Bei den männlichen Mitgliedern der Mission handelt es sich um Kampfjetpiloten. Die einzige Frau im Team, Christina Koch, ist Elektroingenieurin. Das Team wird allerdings nicht auf dem Mond landen. «Die noch spannendere Frage wird also sein, wer bei ‹Artemis 3› dabei ist», schliesst der SRF-Raumfahrtexperte. «Das werden nämlich die Menschen sein, die auf dem Mond spazieren.»

Mit dem nach der griechischen Göttin des Mondes benannten «Artemis»-Programm sollen erstmals eine Frau und eine nicht-weisse Person zum Mond fliegen. Die Europäische Raumfahrtagentur Esa und Raumfahrtagenturen mehrerer anderer Länder sind an «Artemis» beteiligt.

SRF 4 News, 03.04.2023, 19:00 Uhr ; 

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