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International Assad bestreitet Chemiewaffen-Einsatz

Syriens Präsident Baschar al-Assad weist jegliche Verantwortung für einen Chemieangriff zurück. Es gebe keine Beweise, erklärte er im US-Fernsehen. Zudem drohte er mit Vergeltung.

Syriens Präsident Baschar al-Assad hat die Verantwortung für einen mutmasslichen Chemiewaffen-Angriff in Damaskus im US-Fernsehen zurückgewiesen. Es gebe keine gesicherten Hinweise, dass überhaupt ein derartiger Angriff stattgefunden habe, sagte Assad am Sonntag CBS News. Demnach sagte Assad: «Wenn die (Obama-)Regierung tatsächlich Beweise hat, dann sollte sie diese zeigen.»

Legende: Video Verhärtete Fronten in der Syrien-Frage (Tagesschau, 08.09.2013) abspielen. Laufzeit 00:39 Minuten.
Aus News-Clip vom 08.09.2013.

Das Interview soll am Montag veröffentlicht werden, aber Journalist Charlie Rose, der es geführt hat, gab am Sonntag in einer CBS-Sendung bereits einen Überblick. Assad bekräftigte Rose zufolge, dass sein Land auf einen US-Militärschlag vorbereitet sei.

Er deutet auch an, dass es im Fall einer US-Intervention einen Vergeltungsschlag geben könnte. Diese Aktion könne aus einer Gruppe von Leuten kommen, die mit ihm verbündet seien, zitierte der Journalist den syrischen Präsidenten.

Beratungen im Kongress

Der US-Kongress kehrt am Montag aus seiner fünfwöchigen Sommerpause zurück. Damit können die mit Spannung erwarteten Beratungen der Abgeordneten und Senatoren über einen Militärschlag gegen das syrische Assad-Regime beginnen.

Obama will vor dem geplanten Waffengang die Zustimmung des Kongresses einholen. Allerdings zeichnet sich dort massiver Widerstand ab, insbesondere im Abgeordnetenhaus. Entscheidende Abstimmungen werden frühestens in der zweiten Wochenhälfte erwartet. Am Dienstagabend (Ortszeit) will Obama in einer Rede an die Nation für Zustimmung werben.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Jorge Stein, Chêne-Bougeries
    Assad hätte ja von allen guten Geistern verlassen sein müssen, kurz vor Ankunft der UNO Experten plötzlich Giftgas einzusetzen. Komisch auch, dass gerade Photo Reporter zur Stelle waren in diesem Weiler in der Damaskus Agglomeration.
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  • Kommentar von T. Bischofberger, Brugg
    Findet doch einfach das Land, welches die Chemiewaffen an Syrien geliefert hat und der Beweis ist da. Die Amerikaner wussten im Irak Krieg auch genau was sie zu erwarten hatten. Es waren ja auch ihre eigenen Waffen mit denen sie bekämpft wurden............
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    1. Antwort von Alois Wutz, Gerlafingen
      Da liegt ja der Hund begraben, würde man das publik machen, würden sich die USA und ihr Vasall GB selbst zu Kriegsverbrechern stempeln. Deshalb kann man getrost davon ausgehen, dass die Welt keine Beweise geschweige denn Lieferanten sehen wird. Hätte Obama etwas aufrichtiger eingeschätzt, aber offenbar ist auch er nur eine Marionette...
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  • Kommentar von W. Helfer, Zürich
    Putin sagte an einer PR-Konf., dass auf den Bildern vom "Giftgasanschlag" nur Kinder u kräftige Männer zu sehen sind. Ich habe mir div. Bilder u. Videos angesehen. Man sieht tatsächlich keine Frauen, resp. Mütter od. alte Menschen unter den Opfern und die zahlreichen Helfer sehen auch nicht nach Sanitätern od. med. Personal aus. Es scheint eine ganz schmutzige Kampagne gewesen zu sein, wofür viele Kinder ihr Leben lassen mussten. Das sollte man klären u. ahnden u nicht einfach drauflosbomben.
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