Asylsuchendem Snowden gehen die Fluchtziele aus

Italien hat den Asylantrag des früheren US-Geheimdienstlers Edward Snowden abgelehnt. Auch in Frankreich ist er nicht willkommen.

Plakat pro Snowden. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Snowden hat flächendeckend Asyl beantragt. Nun gehen ihm die Optionen aus. Keystone

Die italienische Aussenministerin Emma Bonino sagte, der 30-Jährige habe nicht an den Aussengrenzen Italiens persönlich um Asyl gebeten. Aus diesem Grund müsse sein Wunsch abgelehnt werden.

Weiter auf dem Flughafen

Ähnlich klingt es aus Frankreich. Die USA seien «ein demokratisches Land mit einer unabhängigen Justiz», so Innenminister Manuel Valls. Zuvor hatten schon Deutschland, Polen, die Niederlande und weitere einen Asylantrag abgelehnt.

Der frühere Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma, die Aufträge für den US-Geheimdienst NSA abwickelt, hat umfangreiche Ausspähaktionen der USA gegen Länder wie Russland und China, aber auch gegen Verbündete enthüllt. Er hält sich derzeit im
Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo auf. Er hat in mehreren Ländern Asyl beantragt. In den USA wird der Computerexperte wegen Geheimnisverrats gesucht.