Anschläge in Teheran Attentäter waren Iraner

Ein Mann hilft einem Kind, das Gebäude durch ein Fenster zu verlassen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Menschen flüchten aus dem Parlament in Teheran: Bei zwei Anschlägen starben am Mittwoch im Iran zwölf Menschen. Keystone

  • Die Selbstmordattentäter von Teheran waren nach Angaben der Regierung Iraner.
  • Sie hätten sich der Extremistenmiliz IS angeschlossen gehabt, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Nationalen Sicherheitsrats.
  • Die Attentäter hatten das Parlament und das symbolträchtige Grabmal von Revolutionsführer Ajatollah Khomeini angegriffen.
  • Dabei starben nach Angaben der Behörden zwölf Menschen.

Laut den Rettungskräften gab es über 40 Verletzte. Zudem starben nach Angaben des iranischen Geheimdienstes alle sechs Terroristen.

Zwei Gruppen von Angreifern hatten am Dienstag den Parlamentskomplex und das Mausoleum gestürmt. Vier Männer schlichen sich laut iranischem Innenministerium als Frauen verkleidet ins Parlament. Drei von ihnen wurden erschossen – einer sprengte sich in die Luft.

Am Mausoleum des verstorbenen Revolutionsführers Ajatollah Khomeini sprengte sich eine Frau in die Luft. Der zweite Angreifer wurde laut dem Innenministerium erschossen. Zuvor war dort von zwei Selbstmordattentätern die Rede gewesen.

Das Geheimdienstministerium erklärte inzwischen, dass eine dritte Gruppe von «Terroristen» vor den Angriffen ausgeschaltet worden sei. Der IS reklamierte inzwischen die Anschläge für sich.

Bildlegende:Zeitgleich fanden zwei Anschläge beim Parlament in der Teheraner Innenstadt und beim Khomeini-Mausoleum statt. SRF