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International Auch Grossbritannien will gegen den IS kämpfen

Das britische Parlament hat entschieden, die US-Angriffe gegen die Terrormiliz zu unterstützen. Die britische Luftwaffe kann ab sofort Angriffe gegen den IS fliegen.

Kampfflugzeug der Royal Air Force
Legende: Sechs Tornado GR4-Kampfjets stehen in Zypern bereit, um die USA in ihrem Kampf gegen den IS zu unterstützen. Keystone (Archivbild)

Grossbritannien wird die USA bei ihren Angriffen gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat unterstützen. Das hat das Parlament mit 524 gegen 43 Stimmen entschieden. Die britische Luftwaffe kann somit ab sofort auch Luftangriffe gegen den IS fliegen.

«Es geht um psychopathische Terroristen, die versuchen, uns umzubringen», sagte Cameron in seiner Rede vor dem Parlament. «Wir müssen realisieren, dass sie uns bereits den Krieg erklärt haben – ob uns das nun gefällt oder nicht.» Darauf zu hoffen, dass die Bedrohung einfach verschwinde, sei keine Option, so Cameron weiter.

Keine Angriffe in Syrien

Das Mandat schliesst den Einsatz von Bodentruppen aus. Ausgeklammert ist ebenso eine mögliche Beteiligung an Luftschlägen gegen den IS auf syrischem Boden.

Premierminister David Cameron hatte das Unterhaus zu einer Sondersitzung einberufen, um über eine Beteiligung des Vereinten Königreichs an den Luftangriffen auf IS-Stellungen im Irak abzustimmen. Vor einem Jahr war eine britische Beteiligung an Luftschlägen gegen das Assad-Regime in Syrien noch überraschend am Widerstand des Parlaments gescheitert.

Dänemark und Belgien schliessen sich an

Neben Grossbritannien haben auch Dänemark und Belgien beschlossen, die von den USA angeführte Koalition zu unterstützen. In Belgien waren im Mai bei einem Attentat auf das Jüdische Museum vier Menschen ums Leben gekommen. Der Tatverdächtige ist ein Franzose, der in Syrien auf Seiten der Dschihadisten gekämpft hatte.

5 Kommentare

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  • Kommentar von W. Helfer, Zürich
    Würde man nicht dauernd diese Kriegstreiber und gewaltbereiten Menschen in Szene setzen, sondern viel mehr die Kriegsgegner und das Elend der betroffenen Menschen, könnte man auch schon Einiges bewirken. Leider bekommen die betroffenen Menschen nur dann eine KLEINE Plattform, wenn es darum geht Geld zu sammeln.
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Die Türkei als Keyplayer macht bei der Allianz (noch) nicht mit. Ebenso der Iran. Russland als hauptverbündeter Assads wurde übergangen. Das wird sehr heikel, was sich die Masterminds im Pentagon da wieder ausgedacht haben; den Schulterschluss mit den autoritären Kettenhunden am Golf. Keine NATO. Keine UN. Die Machthaber in KSA und Katar haben IS & Co. geboren und die Brut gepäppelt. Nun sollen sie sich auch selber drum kümmern.
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    1. Antwort von L. Imboden, Schaffhausen
      Gebe Ihnen Recht die Araber sollen sich darum kümmern. Nur tun sie dass von selbst nicht. Lieber ein wenig Geld für Bomben und Raketen ausgeben als bei uns Terroranschläge zu riskieren. Schon gut was die USA und Kollegen dort tun. Diese IS muss weg!!
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  • Kommentar von C. Schenk, Bern
    Liebes SRF, Grossbritannien ist eine Insel und kein Staat. Sie meinen das Vereinigte Königreich (off.: The United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland). Seien Sie doch bitte korrekt.
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    1. Antwort von Mark Lucas, Romont
      C. Schenk, what is your problem here? SRF is indeed correct to use the words British and Great Britain. Extract from Oxford English Dictionary: "Something of, from or related to the United Kingdom." British people: nationals, natives of the United Kingdom, its territories, or the Crown Dependencies.
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