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International Auch Washington erhöht den Druck auf Russland

Wegen der Krise in der Ukraine haben die USA drei weitere russische Banken auf die Sanktionsliste gesetzt. Präsident Barack Obama will Kremlchef Wladimir Putin damit dazu bringen, die Separatisten in der Ukraine nicht länger zu unterstützen. Zuvor beschlossen auch die EU-Botschafter neue Sanktionen.

US-Präsident Barack Obama spricht hinter einem Rednerpult zu den Medien.
Legende: US-Präsident Obama will Russland mit den neuen Sanktionen wirtschaftlich schwächen. Keystone

Nach den verschärften Sanktionen der EU gegen Russland doppeln die USA nach. Auch sie verschärfen den wirtschaftlichen Druck: Betroffen von den Sanktionen seien nun auch die VTB, die Bank of Moscow und die Russian Agricultural Bank, teilte das amerikanische Finanzministerium mit. Der Zugang der drei Banken zu den Dollar-Kreditmärkten werde stark eingeschränkt.

Auch grösste Schiffswerft betroffen

Damit sind bis auf die Sberbank nahezu alle grossen Banken mit einer Mehrheitsbeteiligung des Staates von den Strafmassnahmen betroffen. Aufgenommen auf die Liste wurde auch die Werft United Shipbuildung Corp aus St. Petersburg.

Das Unternehmen ist der grösste russische Schiffsbauer. Das US-Vermögen des Staatsunternehmens, das neben Kriegsschiffen für die russische Marine auch Geschütze herstellt, wird eingefroren. Aus den Vereinigten Staaten dürfen mit der Firma keine Geschäfte mehr getätigt werden.

Kein neuer Kalter Krieg

US-Präsident Barack Obama erklärte vor Journalisten im Weissen Haus, die neuen Sanktionen würden Russlands ohnehin schwacher Wirtschaft weiter schaden. Die USA träten damit aber nicht in einen neuen Kalten Krieg gegen Russland ein.

Obama ergänzte, dass seine Regierung die Ausfuhren bestimmter Güter und Technologien an den russischen Energiesektor verboten habe. Ausserdem lege Washington seine Kredite für Entwicklungshilfeprojekte in Russland auf Eis.

US-Aussenminister John Kerry hatte kurz vor Bekanntwerden der neuen Sanktionen gesagt, die russische Regierung habe «kein Fünkchen eines Beweises geliefert, dass sie wirklich die Gewalt und das Blutvergiessen beenden» wolle. Russlands Präsident Wladimir Putin müsse nun endlich Druck auf die Separatisten ausüben.

Legende: Video Neue Sanktionen gegen Russland abspielen. Laufzeit 1:40 Minuten.
Aus Tagesschau vom 29.07.2014.

Experten: Russland droht Rezession

Westliche Staaten werfen Russland vor, pro-russische Separatisten im Kampf gegen ukrainische Regierungstruppen zu unterstützen und nicht genügend zur Deeskalation des Konflikts beizutragen. Die Regierung in Moskau weist dies zurück. Bereits am Montagabend hatten Obama und Staats- und Regierungschefs der EU vereinbart, Russland mit Hilfe von Sanktionen zum Einlenken in der Ukraine-Krise zu bewegen.

Die neuen Sanktionen können Russland nach Meinung von Experten in die Rezession treiben. Die EU lieferte im vergangenen Jahr Waren im Wert von 120 Milliarden Euro nach Russland, davon entfiel der Löwenanteil mit 36 Milliarden auf Deutschland. An den gesamten deutschen Ausfuhren hatte das Russland-Geschäft allerdings nur einen Anteil von 3,3 Prozent.

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Auch die EU hat weitreichende Sanktionen beschlossen. Allerdings hat man sich Hintertüren offengelassen. Welche genau, lesen Sie hier.

39 Kommentare

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  • Kommentar von m.mitulla, wil
    Die amerikanische Administration weiss ihre Interessen durchzusetzen ohne Konflikte ins eigene Land zu holen. Ein gesundes Mass an Misstrauen stünde der EU gegenüber der US-Regierung gut an, auch wenn Präsident Putin nicht über alle Zweifel erhaben ist. Ich erinnere an die verlogene Rolle, die Aussenminister Kerry in der Aufarbeitung des Vietnam- Krieges gespielt hat. Primär sollte die Aufklärung aller Umstände des Absturzes des Flugzeuges MH17 in der Ukraine vorangetrieben werden.
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  • Kommentar von M.Krebser, Thun
    Alle Politiker der EU und Massenmedien sind für diesen Krieg in der Ukraine mitverantwortlich.Sehr aggressives Imperium USA wird alle Länder in den Abgrund mit sich reissen da es eine Gefahr des Nuklearkrieges besteht. Ein Dokumentarfilm der Bürgerinitiative Solidarität "Der 3. Weltkrieg - Die Vernichtung Europas [Unsurvivable (BüSoTV)]".
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    1. Antwort von Paul Soltermann, Fuqing
      kaum vorstellbar, dass die Mehreit der EU-Politiker blind und taub ist, es muss darum KONKRETE FAKTEN geben, womit die EU von den USA erpresst od. gekauft werden kann ... und die CH kann leider nur wort- und tatenlos zusehen und mit der EU untergehen. Ist es vielleicht die Macht der instrumentalisierten Medienquellen welche nur die geegneten "Facts" serviert und dann die Stimmung bei den "Journalisten" mit MS,Ggl,F-book&Co beliebig manipulieren und zum kochen anheizen kann?
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    2. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Im "Club" von SRF wurde sehr deutlich aufgezeigt, wie die Medien Menschen manipulieren können. NUR dieses Bild bei einem Boulevardblatt gesehen, waren die Menschen entsetzt. Da triumphiert ein Separatist über den Tod von Kindern. Danke an SRF, wurde in dieser Sendung dann das Video dazu gezeigt! Ein Separatist, welcher sehr betroffen ist, aber von den Pressefritzen für ihre Schlagzeilen regelrecht vorgeführt wird, um es dann eben ganz anders aussehen zu lassen. So wird Hass geschürt.
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    3. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      @P. Soltermann: Nun, man weiss ja nicht, was die Amerikaner bei ihren Abhöraktionen so alles gehört haben & hören, ausspionieren usw. ! :-) Vielleicht, wer weiss, ist tatsächlich etwas darunter, wo sie die EU damit erpressen können.
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  • Kommentar von Marianne Roe, Gwatt
    Herr Obama fühlt nicht wie ein Amerikaner + dazu ist er auch noch eher Pfarrer als ein Präsident. Mit seinen vielen "guten Taten" (er hebt immer wieder hervor - wie bei uns die Linken -, dass er den Armen helfen will. Das hat man in den USA aber schon immer gemacht - auch bei uns in der Schweiz -, nur hat man es nicht bei jeder Gelegenheit erwähnt.) So hat er viele Menschen um sich geschart, die ihm bedingungslos zur Wahl verhalfen. Er wird den wunderbaren Staatenbund USA vernichten. Leider!
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