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International Ausländer dürfen in Bulgarien bis 2020 kein Land kaufen

Die Regierung in Sofia fürchtet um den Ausverkauf des Ackerlandes. Es sei viel zu billig. Deshalb will sie das Verbot für Ausländer verlängern. Das passt der EU nicht. Sie droht mit Sanktionen.

Ausländer dürfen in Bulgarien bis 2020 kein Ackerland erwerben. Die EU-feindliche Partei Ataka setzte eine Verlängerung eines bestehenden Verbots durch, das eigentlich Ende dieses Jahres auslaufen sollte.

Für die Vorlage der Ataka stimmten 171 Abgeordnete. Es gab 38 Nein-Stimmen, 12 Abgeordnete enthielten sich. Dem ärmsten EU-Land drohen nun Sanktionen aus Brüssel. «Bulgarien wird schwerwiegende Probleme mit seinem europäischen Image bekommen», kritisierte Parlamentspräsident Mihail Mikow.

Angst vor Islamisierung

Ackerland in der Morgendämmerung in der Nähe von Sofia
Legende: Vor dem EU-Beitritt 2007 hatte Bulgarien ein sieben-jähriges Verkaufsverbot für Äcker an Ausländer ausgehandelt. Reuters

Ataka-Chef Wolen Siderow begründete das Verbot mit den Preisen: «Bulgarisches Land ist mehr als zehnmal billiger als mitteleuropäisches». Die Nationalisten befürchten auch, dass Käufer aus der benachbarten Türkei gezielt Land erwerben und damit Bulgarien «islamisieren» könnten. Etwa zehn Prozent der Bevölkerung Bulgariens sind ethnische Türken.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Esther , Basel
    Da sorgt sich mal ein Land um seine Landressourcen und deren Ausverkauf und schon gibt's von der EU eine auf den Deckel - oder verstehe ich da etwas nicht richtig ?
    1. Antwort von kilian , düdingen
      Richtung, und die Schweiz sollte sich ein Beispiel nehmen.
    2. Antwort von Marlene Zelger , 6370 Stans
      Nein, Frau Ester, Sie haben vollkommen richtig verstanden. Aber auch wenn man nicht in der EU ist, wird man von der EU gemassregelt5. Das ist uns im Nicht-EU Land schon längst bewusst. Wurden wir nicht damals unter Androhung von Sanktionen seitens der Brüsseler Diktatoren zum JA für die Personenfreizügigkeit gezwungen?
  • Kommentar von Lucas Kunz , Sallneck
    Wald- Acker- und Weideland gehört in staatlichen Besitz und sollte ausschliesslich nur verpachtet werden! Es ist Allgemeingut!
    1. Antwort von Alois Wutz , Gerlafingen
      Folgerichtig sollte auch das Bauland verstaatlicht werden, oder? Wohin das führt konnte man zu Zeiten des eisernen Vorhangs im Osten beobachten... Wenn dann Politiker zu sagen haben, wer Land pachten kann, dann gute Nacht!
    2. Antwort von Franz NANNI , Nelspruit SA
      so Kolchosemaessig...? Ich bin "Landbesitzer" aber ich kann Dir versichern, Land kann man nicht besitzen, es besitzt DICH... und es "Schafft" dich...und am Tag des definitiven Endes... da gehst du und du kannst machen was du willst.. du kannst "es" nicht unter den Arm klemmen.. und im letzten Hemd hat es eh keine Taschen. Nun, Pacht ist auch gut und wenn Dein Anliegen nicht kommunistischer Natur ist, ist es OK... dann muesste aber die Verfassung massiv geaendert werden.. CH-Volk? glaube nicht