Zum Inhalt springen
Inhalt

International Ausschreitungen bei Israel-Protesten in Paris

Bei Protesten gegen die israelische Offensive im Gazastreifen ist es in Paris zu Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. 69 Personen wurden festgenommen. Auch in anderen europäischen Städten wurde demonstriert.

Ungeachtet eines Demonstrationsverbotes haben sich in Paris rund 5000 Menschen zu Protesten gegen die israelische Militäroffensive im Gazastreifen versammelt. Als einige Teilnehmer der Kundgebung auf der zentralen Place de la République Steine auf die Polizei warfen, setzte diese Tränengas ein. Dutzende Menschen wurden festgenommen.

Grösste Demo in London

Viele der Demonstranten, die sich an den Krawallen beteiligten, waren mit Palästinensertüchern vermummt. Die Behörden hatten die Veranstaltung aus Angst vor Gewalttaten verboten. Die Anordnung wurde auch vom höchsten Verwaltungsgericht des Landes bestätigt.

Auch in Deutschland kam es zu propalästinensischen Protesten, etwa in Berlin und Frankfurt. Berichte über Ausschreitungen gibt es nicht. In der Hauptstadt beteiligten sich etwa 1000 Personen an den Protesten und in Frankfurt etwa 400. In London protestierten mindestens 10'000 Menschen nahe dem Parlament gegen Israels Militäroffensive im Gazastreifen.

Über tausend Demonstrierende haben auch in Genf das sofortige Ende des «Massakers auf Palästinenser» gefordert. Sie appellierten an die Schweizer Behörden, den Druck auf Israel zu erhöhen, dass das Land die Militäroffensive sofort einstellt.

Keine Zusammenarbeit mit Israel mehr

Zahlreiche Demoteilnehmer schwenkten palästinensische Fahnen, als sie von der Innenstadt zum Palais Wilson, Sitz des UNO-Hochkommissariats für Menschenrechte, zogen. Der von einer Westschweizer Palästinenserorganisation, SolidaritéS, der Genfer SP und dreissig linken Gruppen organisierte Protestzug verlief friedlich.

Die Demonstrierenden forderten auch, dass die Schweiz jegliche militärische Zusammenarbeit mit Israel beenden solle. So soll etwa auf den Kauf von in Israel hergestellten Drohnen verzichtet werden. Zudem solle die palästinensische Zivilbevölkerung geschützt werden. Dazu brauche es eine Konferenz der Vertragsstaaten der Genfer Konvention.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

20 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Wer (WER) protestiert? Sind es die Moslems und ihre Freunde oder Verwandten... ich denke ja, wegen 1000 Toten .. (jeder Tote ist einer zuviel!) aber wer geht zum Protestieren auf die Strasse, wenn die Islamisten unterdessen 100'000de umgebracht haben.... komisch, da geht niemand hin.. Und wenn man bedenkt, dass die Angriffe der Israelis ausschliesslich Aufgrund permanenter Raketenangriffe stattfindet.. ja dann frage ich ... EUCH! ...WARUM!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Warum? Auge um Auge, Zahn um Zahn heisst die Devise. Wer löst diesen gordischen Knoten?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von J.Sand, Zürich
    Es ist doch beruhigend zu sehen, dass es sich bei den Demonstranten vorwiegend um Araber (Palästinenser?) handelt. Ganz unschön ist immer der Anblick von kaum erwachsenen Hiesigen, die von greisen Altachtunsechzigern angeführt werden. Geradezu peinlich ist es, wenn man die Gesichter zudem noch aus der nationalen Politik kennt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Simon Solenthaler, Leimbach
    Warum die Araber Israel unterstützen. Zum ersten Mal finden die großen Demonstrationen gegen einen israelischen Krieg nicht auf den Straßen der arabischen Welt statt, sondern in den Hauptstädten des Westens.Für Israel, Saudi-Arabien und Ägypten sind die Muslimbrüder bedrohlicher als der Palästinakonflikt. faz 22.7.14
    Ablehnen den Kommentar ablehnen