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International #BadHombres, #NastyWoman: Trump teilt aus

Zwei Begriffe, die Donald Trump in der Fernsehdebatte verwendet hat – und nun auf Twitter für Wut und Gelächter sorgen.

Bildmontage: Eine Männer- und eine Damentoilette, darunter die Aufschriften Bad Hombres und Nasty Woman
Legende: Bildmontage der Toiletten im Trump-Tower. Twitter @IsaacHayesIII

Donald Trump ist kein Mann der Diplomatie. Mit deutlichen Worten klassifizierte er im dritten und letzten Fernseh-Duell sowohl seine Konkurrentin Hillary Clinton als auch gewisse mexikanische Einwanderer: Erstere sei eine «nasty woman» (widerliche Frau), letztere «bad hombres» (böse Männer). Dies rief auf Twitter heftige Reaktionen hervor.

#BadHombres

Bei seiner wiederholten Forderung nach strengeren Grenzkontrollen sagte Trump: «Wir müssen die Drogen aus unserem Land heraushalten.» Dabei werde er auch die grossen Drogendealer des Landes jagen: «Wir haben einige schlechte Männer hier, und wir werden sie rausschmeissen.» Die USA erhielten die Drogen, die Dealer das Geld.

Trumps scharfe Bemerkungen über illegale Einwanderer aus Mexiko erhitzten die Gemüter bereits während des gesamten Wahlkampfes. Während einer Rede beim Kampagnenstart 2015 beschuldigte Trump Mexiko, Vergewaltiger und andere Kriminelle in die USA zu senden. Ende August traf der mexikanische Präsident Enrique Pena Nieto den republikanischen Präsidentschaftskandidaten und sagte später, dass Trumps Politik «eine grosse Bedrohung für Mexiko darstellen könnte».

«Dieser #BadHombre ist der erste seiner Familie mit einem Collegeabschluss, leistete Sozialdienst und lehrte in öffentlichen Schulen», stellt sich José Miranda vor.

«Wir werden die Drogen mehr brauchen als das Geld, wenn Trump Präsident wird», schrieb Lauren Pollack.

#NastyWoman

Später in der Debatte sagte Hillary Clinton, dass sie Reiche stäker besteuern wolle, um Sozialwerke und Altersvorsorge zu stärken. Auch Trump werde mehr bezahlen müssen – ausser er finde einen Weg, sich dem entziehen. «So eine widerliche Frau», war Trumps Antwort darauf.

Der Vorwurf des Sexismus liess nicht lange auf sich warten.

«Das ist der Typ, der Frauen mehr als jeder andere respektiert», kommentiert Nasty Woman Bates ironisch.

Genau das hatte Trump nämlich behauptet, als Clinton ihn mit seinen frauenverachtenden Kommentaren konfronierte.

#BadHombres war mit über 200'000 Erwähnungen einer der meistdiskutierten Begriffe auf Twitter in den USA, ebenso #NastyWoman mit fast 400'000 Erwähnungen.

Tweets zu #BadHombres, #NastyWoman

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Müller (KaMü)
    Ich bin weder für Trump noch für Clinton, denn beide haben zu viele nachteilige Eigenschaften. Gemeinsam für beide ist jedoch die Bezeichnung "Machtmensch". Der eine zeigt es offen und prahlt damit, die andere versucht, Ihren Drang nach Macht hinter einem künstlich wirkenden Lächeln zu verbergen. Beide verachten Menschen, welche hierarchisch unter ihnen stehen.
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    1. Antwort von Alex Bauert (A. Bauert)
      Obama, Bush, Clinten, etc, waren etwa keine «Machtmenschen»? WelcheR SpitzenpolitikerIn ist das nicht? Politik ist öffentliche Angelegenheit. Wer sich engagiert, will irgendwie was zurück, d.h. Macht, Ansehen, Geld, ... Ämter. Ohne dieses Anreizsystem gibt es nirgends einen Staat, der seine Aufgaben wahrnehmen kann.
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  • Kommentar von Niklaus Bächler (SVP-Hinterfrager)
    Trump ist eine globale Zumutung.Dass sich in Amerika überhaupt ein solcher Rüpel um das Präsidentenamt bewerben kann,spricht schon Bände.Ausser Beleidigungen hat dieser verrückt gewordene Typ nichts zu bieten.Schade,es hätte eine tolle Ausmarchung geben können.Doch Leute wie Trump schaden der Politik viel mehr,als seine Anhänger es erfassen können. Trump-Fans sollten bedenken, dass man solchen Grossmäulern nicht vertrauen kann. Aber eben, es scheint in Mode zu sein, solchen Figuren nachzurennen.
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    1. Antwort von Andre Egger (Hugo)
      Leider kennen wir das ja auch in der Schweiz. Da wird auch viel von gewissen Personen hochgeschaukelt. Trotzdem hat man seit den 90er (EWR) immer neue Mitglieder gewinnen können. Was auch nicht immer zum Begreifen ist.
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