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Nordkoreas Raketentests Bahnt sich in den USA ein Strategiewechsel an?

Legende: Audio Internationale Reaktionen auf den Raketentest abspielen.
1:28 min, aus SRF 4 News aktuell vom 15.09.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nordkorea hat in der vergangenen Nacht wieder eine Interkontinentalrakete getestet. Sie flog über Japan. Die internationalen Reaktionen fielen unterschiedlich aus.
  • US-Experten kommen zum Schluss, dass die Tatsache, dass Nordkorea Atombomben bauen könne, als solche anerkannt werden müssten. Es gehe darum, die nordkoreanische Regierung daran zu hindern, sie einzusetzen.
Legende: Video So wurden die Japaner vor der Rakete gewarnt (unkommentiert) abspielen. Laufzeit 0:27 Minuten.
Vom 15.09.2017.

Der neuerliche Raketentest wird unterschiedlich interpretiert. Die einen, etwa Australiens Premierminister Malcolm Turnbull, interpretieren ihn so, dass die neuen Sanktionsschritte Pjöngjang Angst machen und es nun aus Wut und Frustration reagiert.

Andere hingegen glauben, der Test zeige, dass sich das Kim-Regime überhaupt nicht beeindrucken lasse. US-Aussenminister Rex Tillerson fordert nun von China und Russland, die die engsten Beziehungen zu Nordkorea pflegen, endlich massiv Druck auszuüben. Das Atomprogramm sei inakzeptabel.

Die Existenz der nordkoreanischen Atombombe anerkennen

Gleichzeitig finden aber selbst in den USA immer mehr Strategieexperten, es führe wohl kein Weg daran vorbei, mit der Existenz nordkoreanischer Atombomben zu leben. Das einzige realistische Ziel bestehe darin, das Regime von deren Einsatz abzuhalten.

Um eine neuerliche Verurteilung und womöglich neue Massnahmen wird es noch am Freitag im UNO-Sicherheitsrat gehen, der sich zum wiederholten Mal in der Nordkorea-Krise zu einer Dringlichkeitssitzung trifft. Und US-Präsident Donald Trump plant kurzfristig einen Sondergipfel mit dem japanischen Premier und dem südkoreanischen Präsidenten kommende Woche am Rande der UNO-Generaldebatte in New York, wie ein südkoreanischer Fernsehsender meldet.

Legende: Video Neuer Raketentest in Nordkorea abspielen. Laufzeit 1:42 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 15.09.2017.

Atomtest war stärker denn je

Unisono lehnen die drei Länder das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm ab, doch sie sind sich nicht wirklich einig, wie dieses Ziel zu erreichen wäre.

Inzwischen mehren sich zudem die Hinweise, wonach die Sprengkraft beim jüngsten Atomtest noch stärker war als bisher vermutet. Noch fehlen Beweise, aber die Behauptung Pjöngjangs wird gestützt, dass tatsächlich eine Wasserstoffbombe getestet wurde, die um ein Vielfaches potenter ist als herkömmliche Atombomben.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Henriette Rub (ehb)
    Der dicke Koreaner will der Welt zeigen, was er (?) alles kann. Das Ganze natürlich zu Lasten seiner Untertanen, die schön brav hungern, während er selber jeden Tag dicke tafelt.
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  • Kommentar von Philipp Etter (Philipp Etter)
    Seit 64 Jahren weigert sich die USA einen Friedensvertrag mit Nordkorea abzuschliessen. Seit mehr als 50 Jahren gibt es dazu keinen Grund mehr, keine russischen und oder chinesischen Truppen in Nordkorea. Die Spannungen zwischen Nord und Südkorea werden bewusst provoziert durch wiederkehrende gigantische Flottenmanöver und Manöver nahe der Grenze, damit die USA in Südkorea bleiben "muss", denn Südkorea ist strategisch günstig gelegen, um sowohl Russland wie auch China militärisch zu bedrohen.
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  • Kommentar von pedro neumann (al pedro)
    Ich bau mir auch eine Atombombe...dann mach ich, was ich will!
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