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International Ban Ki Moon: Nothilfe für Haiti finanziell noch nicht gesichert

Nach dem Erdbeben in Haiti sind erst zwölf Prozent des nötigen Geldes bei der UNO eingegangen. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen reiste eigens in den Süden des Landes, um die Geberländer auf die fehlenden Mittel aufmerksam zu machen. Rund 1,4 Millionen Menschen brauchen akut Unterstützung.

Ban Ki-Moon in Haiti
Legende: Ban Ki-Moon (ganz rechts) bei seiner Ankunft in Haiti. Keystone

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat den vom Hurrikan «Matthew» verwüsteten Süden Haitis besucht, um sich selbst ein Bild von der Lage dort zu machen. Er sei «sehr, sehr traurig» über das Ausmass der Zerstörung, sagte Ban am Samstag nach seiner Ankunft in Les Cayes auf Haiti. Zuvor hatte er das verwüstete Gebiet mit einem Helikopter überflogen. Der UNO-Generalsekretär sicherte den Opfern die Unterstützung der Vereinten Nationen zu.

Die UNO hatte die internationale Gemeinschaft zu Nothilfezahlungen in Höhe von 120 Millionen Dollar aufgerufen, um den Menschen im Katastrophengebiet in den nächsten drei Monaten unter die Arme greifen zu können. Bisher sind aber erst zwölf Prozent der Summe eingegangen. Mit seinem Besuch hofft Ban auch, die Geberländer stärker mobilisieren zu können und eine erneute humanitäre Katastrophe in dem Land zu vermeiden.

Legende: Video UNO fordert mehr Hilfe für Haiti abspielen. Laufzeit 00:38 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 16.10.2016.

Bricht eine Cholera-Epidemie aus?

Beim Durchzug des Wirbelsturms «Matthew» durch Haiti am 4. Oktober waren nach neuen Angaben mindestens 546 Menschen ums Leben gekommen. Viele Orte wurden dem Erdboden gleichgemacht. Die Überlebenden haben kaum etwas zu essen. Darüber hinaus droht eine neue Cholera-Epidemie. Nach UNO-Angaben sind 1,4 Millionen Menschen auf Nothilfe angewiesen.

Der bitterarme Karibikstaat hat sich noch immer nicht von den Folgen des verheerenden Erdbebens des Jahres 2010 erholt, weshalb die erneute Naturkatastrophe die Menschen dort besonders hart trifft.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Haiti fehlt vor allem ein Gemeinschaftsgefühl. Nur mit diesem ist auch ein langfristiger Aufbau möglich, der auch diversen Gefahren trotzen kann. Die Katastrophen trafen ein Land, dessen Bürger ohne die nötigen Perspektiven vor sich hin lebten. Die Bürger müssen sich erst klar werden, wohin der Weg gehen soll. Die Regierung oder was davon übrig ist, kann dann Strategien entwickeln. Und auf diese Strategien lässt sich auch mit internationale Hilfe aufbauen.
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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Was heisst hier nicht gesichert? Und die vielen Hilfsgelder. ? Es muss doch möglich sein, einfache Unterkünfte zu erstellen, die nicht wie Kartenhäuser zusammenstürzen. In einem Bericht hier habe ich gelesen, es wurden nach dem Beben Häuser erstellt, die den Sturm überstanden haben. Ich glaube, bin aber nicht sicher, es war sogar die Schweiz.
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  • Kommentar von Dave Gruen (Echt jetzt?)
    Es ist wie immer. Politiker machen grosse Versprechungen und halten fast nichts.
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