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Wahlen in Frankreich Bayrou will sich bei Präsidentschaftswahl Macron anschliessen

Legende: Video François Bayrou macht Weg frei für Macron abspielen. Laufzeit 1:45 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.02.2017.
  • Der französische Zentrumspolitiker François Bayrou will sich bei der Präsidentschaftswahl in zwei Monaten dem unabhängigen Kandidaten Emmanuel Macron anschliessen.
  • Er bot dem Ex-Wirtschaftsminister Macron in Paris eine «Allianz» an, stellte aber Bedingungen: Macron soll ein Gesetz für mehr Moral in der Politik in sein Wahlkampfprogramm aufnehmen.

Bayrou geniesst bei vielen Franzosen ein hohes Ansehen und gilt als integer. Umfragen für die Präsidentschaftswahl in zwei Monaten sahen ihn allerdings nur bei rund fünf Prozent. Der 65-Jährige war schon drei Mal Präsidentschaftskandidat: 2002 kam er auf 6,8 Prozent, 2007 auf 18,6 Prozent und 2012 auf 9,1 Prozent.

Macron nimmt dankend an

Macron erklärte umgehend, er nehme die von Bayrou angebotene Allianz an. Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP sprach er von einem «Wendepunkt im Präsidentschaftswahlkampf».

Macron hat mit seiner Kandidatur für Furore gesorgt und liegt in Umfragen für die Präsidentschaftswahl derzeit auf dem zweiten oder dritten Platz. Der sozialliberale Reformer gilt als frische Alternative im französischen Politikbetrieb und ist damit für viele Franzosen zum Hoffnungsträger geworden.

Zuletzt hatte er mit Äusserungen unter anderem zur französischen Kolonialzeit allerdings Kritik auf sich gezogen. Seine Umfragewerte gingen teils deutlich zurück.

Umfrage: Le Pen unterliegt

Umfragen sehen Front-National-Chefin Marine Le Pen mit mehr als 25 Prozent der Stimmen als Siegerin der ersten Runde der Präsidentschaftswahl. Bei der Stichwahl zwei Wochen später gilt sie aber als so gut wie chancenlos: Sie würde im entscheidenden zweiten Wahlgang laut Umfragen sowohl Fillon als auch Macron unterliegen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Macron kristallisiert sich bei manchen Kräften und Wählerschichten als vernünftiger, praxisnaher Kandidat heraus. Die Sozialisten (PS) haben nach Hollands schlechter Zustimmung kaum Chancen, Fillon ist angeschlagen und selbst in der eigenen Partei fehlt im teilweise die Unterstützung. In FR stehen harte Entscheide im Arbeitsrecht/Ökonomie an, die bisher Vorgänger nur ungenügend angegangen sind. Sonst wird aus der "Grande Nation" bald eine unbedeutende Nation auf der Weltbühne.
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