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International Bereits über 1200 Ebola-Tote

Die Infektionskrankheit Ebola verbreitet weiterhin Angst und Schrecken in Afrika. Die neusten Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) machen deutlich, warum: Die Epidemie hat schon 1229 Menschenleben gefordert. Die tatsächlichen Fallzahlen dürften aber noch höher liegen.

Menschen tragen eine Leiche in ein Auto.
Legende: Die Krankheit Ebola verläuft in bis zu 90 Prozent der Fälle tödlich. Reuters/Archivbild

Durch die Ebola-Epidemie in Westafrika sind nach neuen Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wahrscheinlich bereits 1229 Menschen umgekommen.

Aus den vier direkt betroffenen Ländern Guinea, Liberia, Nigeria und Sierra Leone seien zwischen dem 14. und 16. August 113 neue Fälle gemeldet worden, teilte die WHO mit. 84 dieser Patienten seien gestorben.

Viele Sterbefälle nicht registriert

Von den nunmehr 1229 registrierten Todesfällen seien 760 eindeutig als Folge einer Infektion mit dem Ebola-Virus bestätigt, bei den anderen Fällen bestehe ein begründeter Verdacht auf Ebola.

Die WHO geht davon aus, dass die tatsächlichen Fallzahlen höher liegen, da vor allem in ländlichen Gebieten längst nicht aller Erkrankungen und Sterbefälle von den nationalen Gesundheitsbehörden registriert werden.

Verdachtsfall in Spanien

Derweil ist in Spanien erneut ein Ebola-Verdachtsfall aufgetreten. In der baskischen Wirtschaftsmetropole Bilbao wurde ein Patient wegen einer möglichen Ebola-Infektion in die Quarantäne-Station eines Spitals gebracht. Wie die Gesundheitsbehörden mitteilten, war der Mann kürzlich von einer Dienstreise aus dem westafrikanischen Land Sierra Leone zurückgekehrt, das von der Ebola-Epidemie besonders betroffen ist.

Laboruntersuchungen sollen nun klären, ob er sich mit dem gefährlichen Virus infiziert hat. Am Sonntag hatte sich bei einem Patienten in der südostspanischen Hafenstadt Alicante ein Ebola-Verdacht nicht bestätigt.

Patienten melden sich zurück

Die am Wochenende aus einer Quarantänestation in Liberia entwichenen 17 Ebola-Patienten sind wieder in ärztlicher Obhut. Die Vermissten meldeten sich laut Behörden selbst in einem Spital in der Hauptstadt Monrovia. Am Sonntag hatte eine aufgebrachte Menschenmenge eine Ebola-Quarantänestation gestürmt und die Patienten weggebracht.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Ch. Gerber, Basel
    Die leute Stürmten die Quarantäne und verhelfen dem Ebola-Virus freien lauf. Es wird noch viele Tote geben doch wenn interessiert das in Afrika? Niemand, so sieht es aus. Wir haben bereits in Östereich ein Fall und in Berlin. Es ist eine frage der Zeit bis auch aus der Schweiz ein Fall Auftaucht... Besten dank an die Sozialen...
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Wir haben Ebola-Tote... Weltweit ueber 1200 nun.. das im Zeitraum von einigen Monaten.. dabei fragt sich NIEMAND, wieviele Hungertote wir im gleichen Zeitraum hatten, ebenfalls Weltweit.. den Hungernden kann man, im Gegensatz zur Ebola, echt helfen,mit einigen Kalorien, rezeptfrei, notabene..pro Tag..Aber Hunger.. das hat man in Europa nicht zu befuerchten, nicht wahr!, hingegen Ebola koennte ja.....
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    1. Antwort von Ch. Gerber, Basel
      Herr Franz Nanni. Im Gegensatz zu dem Ebola-Virus stecken Hungertote keine anderen an und Sterben dann. Sie vergleien Äpfel mit einem Auto, zwei total unterschiedliche Dinge die nur den Tot gemeinsam haben. Wir alle sind uns der Hungernot bewusst und Helfen auch, doch Ebola bedroht die ganze Weltbevölkerung! Sie denken genau so wie Ihre rote Partei.
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    2. Antwort von Bernd B., Basel
      Es ist immer so bei Zeitungskommentaren: Wenn irgendwo was schlechtes passiert, kommt immer einer daher um es zu relativieren und erwähnt die hungernden Kinder in Afrika.
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    3. Antwort von Franz NANNI, Nelspruit SA
      @Gerber und Bernd....hingegen Ebola koennte ja..... war mein letzter Satz.. die Fortsetzung heisst ... uebergreifen auf Europa zB und gefaehrlich werden... aber das haben Sie beide schon verstanden. Ausserdem bin ich eher der rechten Seite zugewandt.., bin aber anpassungsfaehig... und ich habe keine hungernden Kinder erwaehnt in Afrika sondern hungernde MENSCHEN, WELTWEIT!
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  • Kommentar von René Baron, Zürich
    Afrika hat Ebola, Die Welt hat Globalisierung. Der Mix ist tödlich...
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