«Beschämender Tag für Washington»

In der Debatte um schärfere Waffengesetze hat US-Präsident Barack Obama einen Rückschlag erlitten: Der demokratisch beherrschte Senat stimmte gegen schärfere Kontrollen von Waffenkäufern. Obama zeigte sich enttäuscht und warf der Waffenlobby vor, die Gesetze zu torpedieren.

Video «Waffengesetz: Niederlage für Obama» abspielen

Waffengesetz: Niederlage für Obama

2:16 min, aus Tagesschau am Mittag vom 18.4.2013

Schwere Niederlage für US-Präsident Barack Obama: Im Ringen um schärfere Waffengesetze stimmte der demokratisch beherrschte Senat gegen eine Vorlage. Diese sah striktere Kontrollen von Waffenkäufern vor.

Vier Senatoren von Obamas Demokraten schlossen sich dem republikanischen Lager an, das traditionell gegen strengere Waffengesetze ist. Auch anderen Schlüsselmassnahmen wie ein Verbot von Sturmgewehren fehlte im Kongress die nötige Unterstützung.

Die aktuelle Diskussion über eine Waffenrechtsreform war nach dem Amoklauf an einer Grundschule in Newtown entbrannt. Bei dem Amoklauf hatte ein junger Mann 20 Kinder und sechs Erwachsene erschossen.

Waffenlobby: Bewusst gelogen?

«Dies war ein ziemlich beschämender Tag für Washington», sagte Obama sichtlich enttäuscht. Zugleich versicherte er, dass er den Kampf nicht aufgeben werde: «Dies ist nur die erste Runde. Früher oder später werden wir es zurechtrücken.»

Obama warf der Waffenlobby vor, bewusst gelogen und Fakten in der Vorlage verdreht zu haben, um den Entwurf zu torpedieren. Den Neinsagern lastete er an, «vernünftige» Reformen aus Angst vor einer Abstrafung bei der nächsten Wahl blockiert zu haben.