Zum Inhalt springen

International «Bild» muss Jörg Kachelmann 430'000 Franken zahlen

Die Boulevardzeitung muss dem Wetter-Moderator gut 430'000 Franken Entschädigung zahlen. Dies für Verletzungen des Persönlichkeitsrechts während ihrer Berichterstattung zum Prozess, bei dem Kachelmann schliesslich vom Vorwurf einer Vergewaltigung freigesprochen wurde.

Jörg Kachelmann in einer Sendung der ARD
Legende: Seit dem Prozess nur noch selten am Fernsehen zu sehen: Wettermoderator Jörg Kachelmann. Keystone

Die Boulevardzeitung «Bild» muss Jörg Kachelmann deutlich weniger Entschädigung zahlen als das Kölner Landgericht in erster Instanz entschieden hatte: Statt knapp 700'000 Franken bekommt der Wettermoderator nun 430'000 Franken plus Zinsen. Das entschied das Oberlandesgericht Köln.

Kachelmann war 2011 – nach einem aufsehenerregenden Prozess – vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden. In ihrer Berichterstattung zum Prozess hatte die «Bild»-Zeitung nach Ansicht der Richter mehrfach die Grenzen des Erlaubten überschritten und Kachelmanns Persönlichkeitsrecht schwer verletzt. Eine zielgerichtete Kampagne des Springerverlags zusammen mit anderen Medien konnte aber weder die Erstinstanz noch das Oberlandesgericht erkennen.

17 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Marcel Chauvet (xyzz)
    Aus der Urteilsbegründung von 2011: "Der heutige Freispruch beruht nicht darauf, dass die Kammer von der Unschuld von Herrn Kachelmann und damit im Gegenzug von einer Falschbeschuldigung der Nebenklägerin überzeugt ist. ....... Er war deshalb nach dem Grundsatz „in dubio pro reo“ freizusprechen." Also ein Freispruch 2.Klasse, mangels Beweises, nicht weil Kachelmann erwiesener Maßen ein Unschuldslamm ist.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Michael Räumelt (Wirtschaftskanzlei)
      Der Freispruch 2 Klasse ist ein Begriff, der insbesondere von Journalisten u. teilweise von betroffenen Pers. verwendet wird, um damit aus ihrer Sicht verbliebene Zweifel an der Schuldfrage bzw. eine unterbliebene vollständige Rehabilitation in den Gründen eines freisprechenden Urteils zum Ausdruck zu bringen.Entsprechendes gilt für Verfahrenseinstellung ohne Urteil. Bekannte Bsp. für solche Freisprüche sind u.a. der Kachelmann-Prozess Es handelt sich nicht um einen juristischen Begriff !
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      @Wirtschaftskanzlei, landläufig gesehen ist ein Freispruch 1. Klasse ein solcher, wo ohne jeglichen Zweifel, glasklar nachvollziehbar die Unschuld eines Beschuldigten bewiesen werden konnte. Sie dürfen hier ja nicht nur Ihren Schweizer Landsmann, dem juristisch handfest nichts nachgewiesen werden konnte in den Vordergrund schieben, sondern müssen auch die Nebenklägerin, die sich als Opfer Kachelmanns sieht und ihn moralisch verwerflicher Untaten beschuldigt hat, auf gleicher Ebene sehen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Er hat ja einige Frauen verarscht das sollte man nicht ausser Acht lassen. Diesbezüglich ist er jetzt kein Held. Nur die Deutschen Gerichte Und Justiz gaben wirklich ein lächerliches, voreingenommenes Bild ab. Wenn wird den Verdacht nicht los, dass Frauen schützenswerter sind. es geht eben nicht um Emanzipation es geht eher um (Gleich) oder besser Wechselgerechtigkeit.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Michael Räumelt (Wirtschaftskanzlei)
      Was hat das mit "Verletzung der Persönlichkeitsrechte" zu tun?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Sicher Herr Künzi, aber das ist seine pers. Angelegenheit und hat mit diesem Verfahren nichts zu tun. Und ausserdem, wer hat schon eine so weisse Weste??
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Walter Mathys (wmathy)
    Da fehlt noch eine Null mehr. diese Boulevardschreiberlinge sollten den Betrag aus der eigenen Tasche bezahlen und das Gericht hat keine Gourage hinter der Zahl noch eine Null anzuhängen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen