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International Blick unter die Bettdecke des Präsidenten kein Tabu mehr

Sie sind das Thema der französischen Hochglanzmagazine: Präsident Hollande und seine Schauspielerin. Haben sie oder haben sie nicht?, fragt sich die ganze Fünfte Republik. Und die Franzosen werden bestimmt bald eine Antwort bekommen – denn die Journalisten hüllen sich nicht länger in Schweigen.

Es findet ein Umdenken statt in der Grande Nation. Wurde die mit Staatsmitteln finanzierte Zweitfamilie von Ex-Präsident François Mitterand noch gedeckt, halten sich die französischen Journalisten nicht mehr zurück. Die Schlagzeile prägt seit Tagen sämtliche Zeitungen und Hochglanzmagazine: François Hollande soll mit der Schauspielerin…

Edwy Plenel ist Gründer und Leiter des Internetforums Mediapart in Frankreich. Er sieht die Aufklärung der Bürger über die Medien als deren Aufgabe. Die Politik solle als Macht kontrolliert werden, so Plenel im Interview mit SRF. Die Machenschaften der Präsidenten zu decken, schade deren Position und vermindere die Glaubwürdigkeit in die Politik. «Das Private muss Thema sein.»

Bill Clinton als Sündenbock

Die Einstellung der französischen Journalisten hat sich schleichend gewandelt. Auslöser des Umdenkens war laut SRF-Korrespondent Michael Gerber die Affäre zwischen US-Präsident Bill Clinton und Praktikantin Monica Lewinsky Ende der 1990er-Jahre. Damals wurde vielen bewusst, wegschauen ist keine Lösung.

Bereits das Liebesleben von Ex-Präsident Nicolas Sarkozy und seiner ehemaligen Ehefrau wurde genauestens durchleuchtet. Vorgänger Jacques Chirac konnte seine amourösen Abenteuer dagegen noch gänzlich ohne öffentliche Kommentare ausleben.

So soll es auch bleiben, findet Alain Duhamel, Kolumnist beim französischen Radiosender RTL. Die Medien sollen die Kirche im Dorf lassen. Alle Präsidenten hätten ihre Geschichten. Hollande sei noch nicht der schlimmste.

Dieser hüllt sich vorerst in Schweigen – er hat das Liebesabenteuer zu Schauspielerin Julie Gayet bislang nicht bestätigt. Aber auch nicht dementiert. Mitte Februar reist François Hollande in die USA ab. Noch vorher will er etwas sagen. Und damit den französischen Journalisten neuen Zündstoff liefern.

Trierweiler raus aus Spital

Die bisherige Lebensgefährtin von François Hollande, Valérie Trierweiler, ist nach acht Tagen im Krankenhaus wieder entlassen worden. Die Première Dame war ins Spital gebracht worden, nachdem das Klatschblatt «Closer» einen Bericht über eine Affäre Hollandes mit der Schauspielerin Julie Gayet veröffentlicht hatte. Trierweiler erlitt einen Schock.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Adelheid Brühwiler, Staad
    Wenn schon "Blick unter die Bettdecke", mich würde die Bettwäsche mehr interessieren -:)))
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    1. Antwort von Marcel Chauvet, Weißenstadt
      ... ein Blick unter die Bettdecke dürfte wohl wenig Neues bringen. Der Präsident der "Grande Nation" dürfte es sich wohl bei seiner neuen jungen Liebschaft nicht erlauben, mit versch(i)...mutzten Unterhosen ins Bett zu steigen.
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  • Kommentar von A.Käser, Zürich
    Hormonelle Bocksprünge als Allerweltsmittel gegen Leere,Eintönigkeit,Sinnlosigkeit der Existenz?Art,Weise und Häufigkeit der Eskapaden ist wohl unwesentlich.Wirft höchsten ein Licht auf die Öde und Leere in welcher sich diese Personen befinden müssen.Konnten sich offenbar vor lauter"Fleiss",keine innere Substanz aneignen.Armselige und recht lieblose Art der Existenz."Wer nicht nach innen geht,geht leer aus."Interpretation frei wählbar.Dahingestellt bleibt,inwiefern einem Staat förderlich.
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  • Kommentar von Nico Basler, Basel
    Irgendwie habe ich mit diesem hormongesteuerten Macho Mühe. Zuerst fabriziert er 4 Kinder, dann lässt er seine Frau wegen seiner Valerie hocken und haut sie politisch noch in die Pfanne. Jetzt flattert er bereits von seinem Scheidungsgrund zur Nächsten. Und so was soll Vorbild sein!
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