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AKW am Ärmelkanal Brand im Atomkraftwerk Flamanville gelöscht

Legende: Video Brand in französischem AKW abspielen. Laufzeit 00:29 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 09.02.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im französischen Atomkraftwerk Flamanville (Manche) ist ein Brand in einer Turbinenhalle – im nicht-nuklearen Bereich – ausgebrochen.
  • Fünf Personen erlitten eine leichte Rauchvergiftung.
  • Der Reaktor des betroffenen Blocks 1 wurde vorübergehend heruntergefahren.
  • Das Feuer ist seit 12:10 Uhr unter Kontrolle.

Im Atomkraftwerk in Flamanville (Manche) kam es um 9:30 Uhr zu einer Explosion. Laut dem Betreiber, dem Stromkonzern Electricité de France (EDF), brach daraufhin im Maschinenraum – im nicht-nuklearen Bereich des Reaktors 1 – ein Feuer aus. Es konnte von der Werksfeuerwehr bis 12 Uhr gelöscht werden. Der Reaktor 1 wurde sofort vom Netz genommen.

Luftaufnahme des AKW in Flamanville.
Legende: Die Explosion ereignete sich in einem Maschinenraum des AKW. EBU

Fünf Mitarbeiter mit Rauchvergiftung

Weder für Menschen und Umwelt noch für die Kraftwerksanlage bestehe eine Gefahr, teilte die Präfektur des Departements La Manche mit. Fünf Mitarbeiter hätten eine leichte Rauchvergiftung erlitten. Der Notfallplan PPI (Plan particulier d’interventions) sei nicht ausgelöst worden, weil kein nukleares Risiko bestehe.

Der Präfekt Jacques Witkowski erklärte, dass sich ein Ventilator in der Maschinenhalle, in der die Turbinen für die Stromproduktion stehen, möglicherweise überhitzt habe und dabei Rauch freigesetzt wurde.

Das Atomkraftwerk an der französischen Ärmelkanal-Küste besteht aus zwei Druckwasser-Reaktoren. Der Reaktor 1, in dessen Turbinenhalle sich der Zwischenfall ereignete, ging 1985 in Betrieb, der zweite Reaktor ein Jahr später. Seit Ende 2007 ist ein dritter Reaktorblock in Bau. Er soll nach mehrjähriger Verzögerung 2018 fertiggestellt werden und ans Netz gehen.

Entwarnung der EDF

Legende: Das AKW in Flamanville liegt direkt am Ärmelkanal. SRF

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33 Kommentare

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  • Kommentar von Stanic Drago (Putinversteher)
    Ich habe noch nie etwas über einen Vorfall in einen AKW gelesen, wo gleich am Anfang uns versichert wird, dass besteht kein Gefahr. Sogar Tschernobil und Fukushima waren zuerst kleine Unfälle keine Schlagzeille wert.
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  • Kommentar von Ivo Muri (Ivo Muri)
    Diese neue Schreckensnachricht bringt mich einmal mehr zurück zur Frage: "Dürfen AKW angesichts des großen Schadenpotentials überhaupt von Privaten betrieben werden?"
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Sicher ist nur eins. Bis jetzt gibt es noch keine mittel- bis langfristige Strategie in Bezug auf Abfälle und den Rückbau von Atomkraftwerken. Bestenfalls sind Abfälle in einigermassen sicheren Lagern zwischendeponiert. Mittel- bis schwachradioaktive Nebenprodukte/Abfälle werden ins Meer geleitet oder versenkt. Da das alle so machen, wird die Menge und damit die potentielle Gefahr und allmähliche Umweltbelastung stetig grösser.
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