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International Brexit: Das war der denkwürdige 24. Juni im Live-Ticker

Fast 52 Prozent der Briten stimmten Ja zum EU-Austritt. Das Brexit-Lager jubelte, Premier Cameron kündigte seinen Rücktritt an. Iren und Schotten zeigen Abspaltungsgelüste. Bundespräsident Schneider-Ammann warnt: «Der Brexit hat negative Folgen für die Schweiz.»

Legende: Video Das war der 24. Juni 2016: «10vor10» direkt aus London abspielen. Laufzeit 26:31 Minuten.
Aus 10vor10 vom 24.06.2016.

Der Ticker ist abgeschlossen

  • 21:50

    Das war der Tag, an dem der Brexit feststand

    Ein historischer Tag für Europa neigt dem Ende zu. Die Berichterstattung im Live-Ticker beenden wir hiermit und bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit! Eine Zusammenfassung der Ereingisse des Tages finden Sie hier.

    Churchill-Statue in London bei Dämmerung
    Legende: Churchill-Statue in Westminster in der Dämmerung des 24. Juni 2016. Was er wohl zum Brexit sagen würde? Reuters
  • 21:45

    Was bedeutet der Brexit für die Schweiz? Diskutieren Sie mit!

    Um 22:25 Uhr sind die Auswirkungen des Brexit auf die Schweiz das Thema der «Arena».

  • 21:24

    Calmy-Rey kritisiert die EU scharf

    Im Referendum hätten sich zwei unterschiedliche Visionen von Europa ausgedrückt, analysiert die ehemalige Schweizer Aussenministerin Micheline Calmy-Rey in der «Arena»-Sondersendung. Eine, die auf nationale Interessen fokussiere und eine der Integration mit mehr Solidarität, beispielsweise in der Flüchtlingskrise, und mehr gemeinsamer Politik:

    «Die EU kann gewinnen, wenn sie die Lehren zieht aus der heutigen Abstimmung. Das heisst, sie muss diese beiden Visionen klären und vielleicht sogar institutionalisieren. Denn sonst droht innerhalb der EU eine Auseinandersetzung. Dann werden auch andere Länder Referenden abhalten wollen, mehr Kontrolle über die Einwanderung fordern oder weniger gemeinschaftliche Entscheidungen fordern.» In den letzten zehn Jahren habe die EU keine Projekte mehr verfolgt und die Krisen sehr schlecht gemanagt. «Die Euro- und die Flüchtlingskrise hat alle Mängel und Schwierigkeiten der EU ans Licht gebracht.»

    Legende: Video Calmy-Rey kritisiert die EU abspielen. Laufzeit 01:13 Minuten.
    Aus News-Clip vom 24.06.2016.
  • 20:56

    Wirtschaftliche Folgen «längerfristig nicht so dramatisch»

    Auch Thomas Straubhaar, Professor für internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Universität Hamburg, erwartet kurzfristig heftige Turbulenzen an den Finanzmärkten. Mittel- und längerfristig halte er die wirtschaftspolitischen Folgen jedoch für nicht derart bedrohlich, wie das aus heutiger Sicht erscheinen mag. Wie sich die europäische Wirtschaftsstruktur verändern wird, hänge entscheidend davon ab, ob das Auseinandergehen in einem Rosenkrieg oder in einer einvernehmlichen partnerschaftlichen Art erfolge.

    Legende: Audio Die Reaktion der EU bestimmt den Kurs abspielen. Laufzeit 05:03 Minuten.
    05:03 min, aus Echo der Zeit vom 24.06.2016.
  • 20:44

    Verheugen geht mit EU-Regierungschefs hart ins Gericht

    Der frühere EU-Kommissar Günter Verheugen wirft den europäischen Staats- und Regierungschefs Tatenlosigkeit vor. Sie hätten «die Zeit bisher nicht gefunden, eine wirklich ernsthafte Reform der EU auf den Weg zu bringen», sagte Verheugen dem Mitteldeutschen Rundfunk. Und weiter: «Jetzt müssen sie es. Wenn sie es jetzt nicht tun, dann fliegt uns das ganze Projekt um die Ohren.»

    Verheugen
    Legende: Reuters
  • 20:10

    Der transatlantische Draht glüht

    US-Präsident Barack Obama hat heute nach eigenen Angaben mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel sowie dem britischen Premier David Cameron telefoniert. Die besondere Beziehung zwischen Großbritannien und den USA werde weiterbestehen, sagte Obama.

    Obama am Telefon
    Legende: Keystone
  • 20:07

    Auch Irland will britische Firmen

    Irland sieht gute Chancen, britische Firmen auf die Nachbarinsel zu locken. Entsprechende Gespräche liefen bereits seit Monaten, sagte heute der Chef der staatlichen Investitionsagentur IDA, Martin Shannahan. Dublin konkurriert hier unter
    anderem mit Frankfurt und Paris.

  • 19:57

    Sondersendungen zum Brexit

    Der Austritt der Briten aus der EU ist heute Abend auch Thema einer «Arena»-Sondersendung. Jonas Projer stellt um 21.00 Uhr die Frage: Überlebt die EU? Gäste der Sendung sind alt Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, der Historiker Georg Kreis, die Politikphilosophin Katja Gentinetta und Johannes Hübner, Nationalratsabgeordneter der FPÖ.

    Auf dem regulären Sendeplatz um 22.25 Uhr folgt dann eine weitere Live-«Arena», die sich den Folgen der Abstimmung für die Schweiz widmet. Die Sendung «10vor10» kommt heute aus London.

  • 19:46

    Frankreichs Finanzminister lockt britische Firmen

    Frankreichs Finanzminister Michel Sapin stellt einen «roten Teppich» für die britischen Banken in Aussicht – eine Anspielung auf einen Satz von Premierminister David Cameron von 2012, der die gleiche Geste für französische Firmen angekündigt hatte. Allerdings hege man keine bösen Absichten gegenüber den Briten, sagt Sapin: «Ich glaube, Großbritannien hat bereits genug politische, wirtschaftliche und finanzielle Probleme.»

    Michel Sapin
    Legende: Frankreichs Finanzminister Michel Sapin. Keystone
  • 19:08

    Ölpreise deutlich gefallen

    Der Brexit-Entscheid hat die Ölpreise auf Talfahrt geschickt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete am späten Nachmittag 48,52 US-Dollar. Das waren 2,40 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im August fiel um 2,36 Dollar auf 47,76 Dollar.

  • 18:42

    Was bedeutet der Brexit für die Schweiz?

    Der EU-Austritt Grossbritanniens könnte auch die Verhandlungen über die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative beeinflussen. Was Aussenminister Didier Burkhalter dazu sagt sowie weitere Stimmen aus der Schweizer Politik finden Sie hier.

  • 18:25

    Erster EU-Gipfel ohne Grossbritannien am Mittwoch

    Die EU-Staats- und Regierungschefs werden am Dienstag vom britischen Premier David Cameron offiziell über den Ausgang des Brexit-Referendums informiert. Dann wird Cameron den zweitägigen Gipfel verlassen. Am Mittwoch werden die verbleibenden 27 Teilnehmer damit zum ersten Mal ohne Grossbritannien tagen. Dies verlautet heute aus Brüssel. Beim Gipfel soll über den Umgang mit dem britischen EU-Austritt beraten werden.

  • 17:45

    SMI schliesst deutlich im Minus

    Das Nein der Briten zur EU hat an den internationalen Finanzmärkten zunächst für heftige Verwerfungen gesorgt. Im Verlauf des Tages erholten sich die Kurse aber rasch wieder etwas, auch der Schweizer Leitindex SMI. Er schwankte den Tag über um minus drei Prozent herum. Zum Handelsschluss lag die Schweizer Börse mit 3,44 Prozent im Minus.

    Der Preis für das als sicherer Hafen geltende Gold schoss auf bis zu 1358 Dollar je Feinunze (31 Gramm) in die Höhe – ein neuer Höchstwert seit Sommer 2014. Britische Internetnutzer googelten sechsmal häufiger «Gold kaufen» als sonst, wie eine Google-Analyse zeigt.

  • 17:43

    Führt er das Königreich in die neue Ära?

    Einer der grossen Sieger des Tages heisst Boris Johnson. Der einstige Londoner Bürgermeister hat mit seinem Engagement einen erheblichen Anteil am Ausgang des Referendums. Und er gilt als einer der Kandidaten, die im Herbst auf den abtretenden Premierminister David Cameron folgen könnten. Ein Portrait des Mannes, der als Kind «Weltkönig» werden wollte, finden Sie hier.

    Johnson
    Legende: Keystone
  • 17:27

    Die Stunde der Separatisten

    Nicht nur in Schottland, das mit dem heutigen Resultat gleichsam zum Austritt aus der EU gezwungen wird, ist die Stimme der Unabhängigkeitsbewegung heute deutlich hörbar.

    Auch der Präsident der Organisation Nationale Katalanische Versammlung erneuerte nach dem Brexit-Entscheid die Forderung nach einer weiteren Volksbefragung zur Unabhängigkeit von Spanien. «Wir sollten furchtlos sagen, dass die Zeit für UNSER Referendum gekommen ist», schrieb Jordi Sanchez auf Twitter.

  • 17:10

    Junckers Brief an britische EU-Funktionäre

    1'164 Briten arbeiten für die EU-Kommission. An sie hat sich Präsident Jean-Claude Juncker heute mit einem Brief gewandt. Darin versprach er, alles zu unternehmen, um sie im bevorstehenden schwierigen Prozess zu unterstützen. Sie hätten grossen Anteil am europäischen Projekt.

  • 16:39

    Putin: Russland hat sich nicht in Abstimmung eingemischt

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Brexit-Entscheidung Grossbritanniens als Protest gegen eine zunehmende Machtfülle der Brüsseler Bürokratie bezeichnet.

    «Die Konzentration der Macht ist in den leitenden Strukturen der EU sehr hoch», sagte Putin. Manchen Menschen gefalle dieses «Verwischen von Ländergrenzen», anderen wiederum nicht. In der Entscheidung spiegele sich auch die Unzufriedenheit vieler Briten mit der Zuwanderung sowie in Sicherheitsfragen wider.

    Äusserungen des britischen Premierministers David Cameron über ein angebliches Interesse Moskaus an einem EU-Ausstieg Londons entbehrten jeder Grundlage. «Russland hat sich in die Frage eines Brexits nie eingemischt, sich nie darüber geäussert, es hat sie nicht beeinflusst und dies auch nie versucht», sagte Putin.

    Putin
    Legende: Keystone
  • 16:30

    IWF fordert sanften Übergang

    Christine Lagarde, die Chefin des Internationale Währungsfonds (IWF), fordert die Verantwortlichen in Grossbritannien und Europa auf, bei der Gestaltung der neuen Wirtschaftsbeziehungen zwischen dem Königreich und der EU nach dem Brexit auf einen sanften Übergang hinzuarbeiten. Sie befürworte die Massnahmen der Bank of England und der EZB, das Bankensystem mit ausreichend Liquidität zu versorgen.

    Lagarde
    Legende: Keystone
  • 16:28

    Das Schweigen der britischen Fussballer bei der EM

    Während sich Grossbritannien demnächst aus der EU verabschiedet sind bei der Fussball-EM in Frankreich noch drei britische Teams dabei. Den historischen Nachrichten aus der Heimat begegnen die Fussballer jedoch mit konsequenter Abwehrhaltung. «Ich weiss nicht genug darüber, um besorgt zu sein. Und ich denke, den anderen geht es genauso», sagte Tottenham-Star Harry Kane stellvertretend für seine Teamkollegen.

    Auch Wales-Trainer Chris Coleman schob das Thema am Tag vor dem Achtelfinale gegen Nordirland beiseite. «Noch sind wir in Europa. Über alles andere reden wir, wenn wir zuhause sind».

    Ganz anders Three-Lions-Legende Gary Linecker, der heute auf Twitter unentwegt seiner Entrüstung Ausdruck verlieh. «Verdammter Mist! Was haben wir getan», schrieb er etwa. Und später, er schäme sich für seine Generation.

  • 16:16

    Vorschläge für flexiblere EU?

    Deutschland und Frankreich wollen nach dem Brexit-Beschluss der Briten gemeinsame Vorschläge zur Weiterentwicklung der Europäischen Union vorlegen. Ziel ist, dass sich eine Entwicklung wie in Grossbritannien nicht in anderen Staaten der EU wiederholt.

    «Europa braucht jetzt Orientierung. Da stehen Frankreich und Deutschland besonders in der Verantwortung», sagte der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung».

    Nach Angaben aus diplomatischen Kreisen wollen Steinmeier und Frankreichs Aussenminister Jean-Marc Ayrault dazu bereits an diesem Samstag in Berlin ein gemeinsames Papier präsentieren. Zum Treffen werden auch die Aussenminister aus den vier anderen EU-Gründerstaaten (Italien, Belgien, die Niederlande und Luxemburg) erwartet.

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274 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Reuteler (br)
    Zeit aufzuwachen, sagt Hollande. Warum jetzt? Warum nicht vor 2 oder 3 Jahren, als die Absicht für das Referendum bereits bekannt, aber noch Zeit zum Handeln war. Es wäre darum gegangen zu klären dass die EU für die Leute in Europa ist. Wozu ist sie da, wenn nicht für die Leute? Nun haben die Leute in England mehrheitlich entschieden dass es der EU nicht gelungen ist diese Frage diskussionslos zu machen. Hier würde Gorbatschow sagen: Wer zu spät kommt den bestraft das Leben.
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    1. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      "Hier würde Gorbatschow sagen: Wer zu spät kommt den bestraft das Leben." Sind Sie sicher, dass Sie für G. hier schreiben? Manchen Herrschaften der Welt war G. vor allem in China einst eine Gefahr. Und bis heute ist das immer noch so.
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  • Kommentar von O. Raiski (O.R.)
    Nationalisten hin oder was auf immer, es gab heute ein gewaltige propaganda für EU von deutsche Medien. Dieser "Gehirnwäsche" geht einfach unbehindert weiter. Es gibt höchstwahrscheinlich eine Schneeball Effekt gegen EU.
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    1. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      In Europa gibt es Medienfreiheit. Also über was regen Sie sich eigentlich auf? Möchten Sie lieber Machthaber in China sein, der nicht genehme Journalisten einfach einsperren kann, wenn es Ihnen gerade so in den Kram passt?
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  • Kommentar von Niklaus Bächler (SVP-Hinterfrager)
    Die unsägliche Welle der Nationalisten scheint nun über Europa zu rollen. Mit dem Einzug solcher Fanatiker wird die Wirtschaft unter dem Jubel der «Alten» & der «einfachen Büezer», sowie die mühsam aufgebauten Strukturen zusammen geschlagen, bevor sie ihre Früchte tragen konnten.Ungeduldig & kurzsichtig ist der wohlstandsverwöhnte EU-Bürger (auch die CH) geneigt,sich besserwisserischen «Luftheulern» anzuschließen & um in eine ungewisse Zukunft zu steuern.Wir haben es wohl nicht anders verdient!
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    1. Antwort von S. Steiner (Scott)
      Das Pendel schlägt nun gegen die andere Seite aus, das nennt man Gerechtigkeit.
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    2. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      "Das Pendel schlägt nun gegen die andere Seite aus, das nennt man Gerechtigkeit." Also nichts für ungut: Aber wollen Sie tatsächlich z.B. Menschenrechte mit den Erkenntnissen der Physik begründen? Ich habe sicher etwas in der Schule nicht verpasst: Ihr Vergleich hat nichts mit Menschen zu tun.
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