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Streit um Gibraltar Britische Marine feuert Warnschüsse gegen spanisches Schiff ab

Ein Patrouillenboot der britischen Marine hat im umstrittenen Gewässer vor dem britischen Überseegebiet Gibraltar mehrere Leuchtgeschosse abgefeuert. Damit warnte die Marine ein spanisches Forschungsschiff, das in die Gewässer vorgestossen war.

Britisches Marine-Schiff fährt in Hafen der Halbinsel Gibraltar ein
Legende: Gibraltar wirft Spanien regelmässig vor, seine Hoheitsgewässer zu verletzen: Britisches Marineschiff vor Gibraltar. Reuters
  • Ein Patrouillenboot der britischen Marine hat mehrere Leuchtgeschosse als Warnung abgeschossen, weil ein spanisches Schiff in umstrittene Gewässer vor Gibraltar vorgestossen war.
  • Beim spanischen Schiff handelt es sich um ein Forschungsschiff, das unterseeische Gräben vor der Küste untersuchen will.
  • Grossbritannien will wegen des Vorfalls diplomatischen Protest bei der spanischen Regierung einlegen.
  • Das britische Territorium Gibraltar wirft Spanien regelmässig vor, seine Hoheitsgewässer zu verletzen.

Ein Schiff der britischen Marine hat mehrere Leuchtraketen auf ein spanisches Forschungsschiff abgefeuert, das mehrfach in britische Gewässer vor Gibraltar vorgestossen war. Versuche, das Schiff per Funk zu kontaktieren, seien fehlgeschlagen.

Das Forschungsschiff wollte unterseeische Gräben vor der Küste untersuchen. Die Besatzung wurde von der britischen Marine aber daran gehindert worden, Forschungsbojen abzusetzen. Grossbritannien will wegen des Vorfalls diplomatischen Protest bei der spanischen Regierung einlegen.

Gibraltar wirft spanischen Schiffen regelmässig vor, seine Hoheitsgewässer zu verletzen. Die kleine Halbinsel an der Südspitze der iberischen Halbinsel gehört seit 1713 zu Grossbritannien. Spanien beansprucht das knapp sieben Quadratkilometer grosse Territorium aber für sich und fordert die Rückgabe.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Fairerweise gesagt, ist es für die Spanier in der Bucht von Gibraltar schon etwas schwierig, nicht in britische Gewässer vor Gibraltar einzudringen. Aber man könnte für entsprechende Forschungsschiffe ja auch einfach eine Genehmigung einholen und schon ist die Sache geritzt. Allerdings fragt man sich auch, warum Spanien Geld ausgibt, um ausgerechnet bei den Briten auf Gibraltar Meeresgräben zu erforschen.... denn die sind genauso tief und leer wie die Löcher in der spanischen Staatskasse.
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  • Kommentar von Christophe Bühler ((Bühli))
    Solange die Affen auf dem Felsen sind, wird der Union Jack dort sein. Das haben auch mehrere Volksabstimmungen in Gibraltar demokratisch untermauert. Das Spanien sich diesbezüglich ähnlich wie Merkel in Bezug auf Nachbarn in Europa benimmt ist seit General Franco eine Tatsache. Der Vorfall beweist nur Britannia rules the waves.
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  • Kommentar von Marcel Chauvet (xyzz)
    Die Briten haben offenbar immer noch nicht realisiert, dass sie nach vollzogenem Brexit im Verkehr zu Lande mal ausschließlich auf das Wohlwollen der Spanier angewiesen sind. Personenfreizügigkeit wollen die Briten ja ausschließen und werden sie im umgekehrten Fall weder von den Spaniern, noch von sonst einem EU Land kriegen.
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    1. Antwort von Christophe Bühler ((Bühli))
      Über den Brexit wurde ebenso demokratisch abgestimmt, wie über den Verbleib der Gibraltesen bei Grossbritannien. Auf Wohlwollen verlässt sich nur wer es nicht schafft.
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    2. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      @Chauvet: Brexit war ein demokratischer Entscheid, dito die diversen Abstimmungen der Bevölkerung auf Gibraltar bei Grossbritannien zu verbleiben. Scheinbar haben gewisse Deutsche Mühe, mit dem Ausdruck "demokratischer Entscheid" umzugehen, insbesondere dann, wenn Deutschland nicht davon profitieren kann. Einfach mal so nebenbei: Die Welt funktioniert auch ohne Deutschland und ohne die EU bestens.
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