Zum Inhalt springen
Inhalt

Besuch beim Nachbarn Burkhalter lobbyiert in Berlin

Legende: Video Treffen unter Freunden abspielen. Laufzeit 02:49 Minuten.
Aus Tagesschau vom 30.03.2017.

Direkte Kontakte, gegenseitiges Verständnis und Vertrauen. Unter dieser Prämisse stand das Treffen der Aussenminister Deutschlands und der Schweiz.

Auch die Situation in Europa, die Politik der Schweiz gegenüber der EU sowie bilaterale Aspekte waren Themen des ersten offiziellen Treffens der beiden Minister, wie das EDA mitteilte.

Angesichts vieler offener Fragen, etwa den Auswirkungen des Brexit, liege ein stabiles Verhältnis zwischen der Schweiz und der EU im Interesse beider Partner, sagte Bundesrat Burkhalter.

Beide sprechen von derzeit exzellenten Beziehungen zwischen Deutschland und der Schweiz. So endet das erste Treffen in aller Freundschaft – mit dem Versprechen die Schweizer Anliegen in Brüssel zu unterstützen.

Interesse an stabilem Verhältnis

Einer der Schwerpunkt des Treffens bildete die Diskussion über die Situation in Europa und die Politik der Schweiz gegenüber der EU. Und dort ist Bern auf die Unterstützung von Berlin angewiesen. Im Hinblick auf das Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU gibt es noch viele offene Fragen.

Gabriel signalisiert hier zumindest ein gewisses Verständnis für die Schweiz. «Wir Deutschen werden das, was in der Schweiz entwickelt wurde, nachdrücklich unterstützen.»

In Brüssel sieht man das bislang anders. Deshalb ist auch die Unterstützung des nördlichen Nachbars von grosser Bedeutung. «Deutschland hat einen grossen Einfluss in der EU», sagt Bundesrat Burkhalter nach dem Treffen mit Gabriel. Optimismus also beim Besuch in Berlin. Wie sieht es aber in Brüssel aus?

Im Hinblick auf das Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU seien die Differenzen noch immer sehr gross, sagt SRF-Korrespondent Sebastian Ramspeck in Brüssel. Von dieser Blockade seien auch andere wichtige Abkommen betroffen. Eine Annäherung im Hinblick auf das Treffen zwischen Bundespräsidentin Doris Leuthard und EU-Kommission-Chef Jean-Claude Juncker wäre deshalb sicher von Vorteil. Mit einem Durchbruch rechnet Ramspeck, trotz deutscher Sympathien, aber nicht.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

8 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    "Burkhalter lobbyiert in Berlin". Aha, für wen denn? Kaum vorstellbar, dass es für Schweizer Interessen ist, denn er möchte ja keine internationale Cüpliparty verpassen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Der derzeitige Deutsche Aussenminister ist kein einflussreicher Mann. Er hat schon in viel zu viele Fettnäpfchen getreten. Gabriel verabscheut Volksabstimmungen, die bindenden Charakter haben. Die Artikel der Verfassung seien für Abstimmungen tabu - alles andere wäre das Ende des Rechtsstaates, so seine Worte. Folglich ist sein Lächeln gegenüber dem Aussenminister eines Landes, das genau diese Bürgerrechte behalten will, falsch. Die neoliberale Agenda der EU wünscht keine Bürgereinmischungen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Wer die politische Stimmung im Land richtig einschätzt und kennt, bleibt cool, wenn der "Weltbühnen-Reisende" Burkhalter lächelnd fremde Amtskollegen lobt! Ein Rahmenabkommen, das dann praktisch das gleiche Uebel wäre, wie ein EU-Vollbeitritt, würde an der Urne niemals angenommen! Also, lassen wir die (lieber im Ausland herumlächelnden) Bundesräte in ihren Nick- und Lachposen strahlen! Solange wir an der Urne das "letzte Wort" haben dürfen, ist Ruhe und Besonnenheit angesagt!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen