Burma will politische Gefangene freilassen

Präsident Thein Sein garantiert die Freilassung sämtlicher politischer Gefangenen bis Ende Jahr.

Masken von Thein Sein und Cameron Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Thein Sein und Cameron als Masken: Protest gegen Burmas Politik in London. Keystone

Nach einem Treffen mit dem britischen Premier David Cameron in London sagte burmesische Präsident, er stehe kurz vor der Vereinbarung einer landesweit geltenden Waffenruhe zur Beendigung ethnischer Konflikte in Burma. «Es wäre das erste Mal seit 60 Jahren, dass die Waffen verstummen», so Thein Sein

Cameron forderte Thein Sein auf, die Verfassung zu ändern, damit auch Oppositionschefin Aung San Suu Kyi bei der Präsidentenwahl in zwei Jahren antreten könne. Ex-General Thein Sein hat nach Jahrzehnten der Militärdiktatur einen vorsichtigen Reformprozess angestossen, der die frühere britische Kolonie für ausländische Investoren öffnen soll.

Ethnische Konflikte

Dennoch wird Burma immer noch von massiven wirtschaftlichen Problemen und inneren ethnischen und religiösen Konflikten mit zahlreichen Toten und Zehntausenden Flüchtlingen geplagt.

Burma – ein Land im Wandel

28 min, aus International vom 04.07.2013

Zu den schwierigsten ethnischen Konflikten zählt die Verfolgung der muslimischen Rohingya. Die Behörden betrachten die rund 800'000 Mitglieder der Volksgruppe als illegale Einwanderer aus Bangladesch.