Busunglück: Erste Verletzte wieder in der Schweiz

Nach dem Busunfall auf den Kanaren sind die ersten sechs Schweizer zurückgeflogen worden. Ein Flugzeug wird nach einem Crew-Wechsel gleich wieder zurück auf die spanische Ferieninsel fliegen, wo noch zehn Verletzte in Spitälern liegen.

Wrack eines Buses am Strassenrand. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Was den Unfall ausgelöst hat, ist bislang unklar. Waren es Bremsprobleme? Keystone

6 der 16 beim Busunglück auf Gran Canaria verletzten Touristen sind wieder in der Schweiz. Zwei Ambulanzjets des TCS und der Rega haben sie zurückgeflogen. Fünf von ihnen seien schwer verletzt, teilten TCS und Rega mit. Man habe sie mit Ambulanzen direkt ins Spital gebracht.

Auf dem Flugzeug vom TCS wird nun die Crew ausgewechselt, damit es gleich wieder nach Gran Canaria zurückfliegen kann. Auch die Rega will am Mittwoch einen oder zwei Rückflüge mit Verletzten durchführen.

Vor Ort arbeiten Rettungsteams der Rega, von Allianz Global Assistance und des TCS sowie Mitarbeiter des Aussendepartements in Bern zusammen, um die Betreuung der Verunglückten sicherzustellen und die Transporte in die Schweiz zu organisieren.

Wandergruppe 55+

An Bord des verunglückten Minibusses befanden sich 17 Schweizerinnen und Schweizer sowie ein Fahrer. Der Bus verunfallte am Montagvormittag bei der Ortschaft Ingenio. Dabei kam eine Person ums Leben - laut Angaben der örtlichen Polizei war es ein Mann. Auch der Fahrer wurde verletzt.

Die Touristengruppe war auf einer Wanderreise unterwegs. Sie wurde vom Luzerner Reisebüro Baumeler organisiert, das auf Aktivreisen rund um den Globus spezialisiert ist. Bei den Teilnehmern der Wanderreise auf Gran Canaria handelt es sich laut Baumeler-Unternehmenschef Michael Mettler um Personen im Alter zwischen 55 und 75 Jahren. Sie stammten aus verschiedenen Schweizer Kantonen, sagte Mettler.

Über die Art der Verletzungen oder die Identität der Opfer machten der Reiseveranstalter und die Rega keine genaueren Angaben.

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Notfallnummer für Angehörige

Baumeler Reisen hat für Angehörige eine Notfalltelefonnummer eingerichtet. Diese lautet:
044 202 00 00

Verdacht auf Bremsdefekt

Das Busunglück sei möglicherweise auf ein Problem mit den Bremsen zurückzuführen, sagte ein Polizist der Gemeinde Ingenio. Diese Vermutung hatten bereits diverse spanische Medien geäussert.

Beim verunglückten Bus handelte es sich um einen 19-plätzigen Minibus einer spanischen Busfirma. Das Fahrzeug wurde gemäss Baumeler Reisen 1995 in Verkehr gesetzt und im Februar 2014 neu in den Fuhrpark der Busfirma aufgenommen. Zuvor hatte er eine «behördliche Inspektion» bestanden.

Baumeler habe mit diesem Unternehmen schon mehrere Reisetouren durchgeführt, sagte Mettler in einem Interview auf blick.ch. «Wir hatten ausschliesslich sehr gute Rückmeldungen von Reisenden und auch von unseren Reiseleitern. Die Firma wird von einer Schweizerin geführt, die schon seit mehreren Jahren auf Gran Canaria lebt.»

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Schwerer Car-Unfall auf Gran Canaria mit Schweizer Touristen

    Aus Tagesschau vom 10.3.2014

    Die spanischen Behörden melden einen Toten und mehrere Schwerverletzte nach einem Unfall eines kleinen Busses auf Gran Canaria. An Bord waren 17 Schweizer Touristen, eine Schweizer Reisebegleitung sowie ein spanischer Chauffeur.