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International Cahuzac wollte Millionen in der Schweiz bunkern

Jérôme Cahuzac wollte offenbar mehrere Millionen Euro in der Schweiz verstecken. Der zurückgetretene französische Budget-Minister sei in Genf aber abgeblitzt, berichtet das Westschweizer Fernsehen RTS.

Legende: Video «Cahuzac wollte 15 Millionen in der Schweiz verstecken» abspielen. Laufzeit 0:41 Minuten.
Aus Tagesschau vom 07.04.2013.

Der prominente französische Steuerflüchtling Jérôme Cahuzac hat laut RTS versucht, 15 Millionen Euro in der Schweiz zu verstecken.  Das Genfer Institut, bei dem Cahuzac anklopfte, lehnte das Geld aber ab. Laut den Quellen, auf die sich RTS beruft, war den Genfern die Sache zu heiss. Weil der französische Politiker schon eine «exponierte Persönlichkeit» war, fürchtete das Institut Probleme.

Der Anwalt von Cahuzac bestreitet diese Darstellung. «Diese These ist nicht glaubwürdig», sagte Anwalt Jean Veil der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Cahuzac schaffte Geld weg aus der Schweiz

Bereits bekannt war, dass Cahuzac 600‘000 Euro auf einem Schweizer Konto deponiert hatte. Das Geld hat er 2009 nach Singapur verschoben, um es auch weiterhin vor dem französischen Fiskus zu verstecken. Laut einem Bericht des «Tages-Anzeigers» legte der Franzose einer Privatbank auf Nachfrage einen gefälschten Steuerausweis vor.

Die Affäre um das Schwarzgeld-Konto ist Cahuzac inzwischen zum Verhängnis geworden. Zuerst leugnete er lange, dass ein solches Schwarzgeld-Konto existiert. Als der Druck schliesslich zu gross wurde, räumte er seine Steuerhinterziehung ein und trat von seinem Amt als Budget-Minister zurück.

Die Affäre um Cahuzac entwickelt sich immer mehr zur Bürde für Frankreichs Premier François Hollande. Die Beliebtheit Hollandes in der Bevölkerung sinkt stetig.

7 Kommentare

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  • Kommentar von JP.Simon / Nietzscheaner, Bern
    Es ist Tatsache, dass Geld nicht glücklich machen muss, vor allem dann, wenn man andere betrügen muss.
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    1. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Und was, wenns unter Notwehr läuft, wenn der Staat seine Grenzen und Kompetenzen in Sachen Abzocke und Ausgaben dermassen überschreitet, dass einzelne deswegen auch wieder auf Kosten der Steuerzahler aufs Sozialamt müssen, der Gang dorthin zur Tortur wird? Ich kenne einige, die ihr bisschen Nebeneinkommen schwarz verdienen, und ich mags ihnen von Herzen gönnen. Solche Menschen deswegen zu Betrügern zu stempeln, finde ich jedenfalls vermessen.
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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    "Laut einem Bericht des «Tages-Anzeigers» legte der Franzose einer Privatbank auf Nachfrage einen gefälschten Steuerausweis vor." Kann mir gut vorstellen, dass die Überprüfung der Steuerausweise viel Zeit in Anspruch nimmt. Da müssen doch wohl alle Vermögensbewegungen ab einer gewissen Höhe überprüft werden. Wem werden diese Kosten angelastet?
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Und wo ist er nun versteckt.. der korrupte Klotz??? Und Hollande... verliert an Glaubwuerdigkeit.. ein Sozi??
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