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International Callgirl-Affäre: Dominique Strauss-Kahn wieder vor Gericht

In französischen Lille beginnt ein Prozess wegen «schwerer gemeinsamer Zuhälterei». Der ehemalige IWF-Chef gibt an, nicht gewusst zu haben, dass die jungen Frauen sich prostituierten.

Legende: Video Sex, Business und Politik abspielen. Laufzeit 50:17 Minuten.
Aus DOK vom 04.02.2015.

Heute Montag beginnt in Lille der Prozess wegen Zuhälterei gegen Dominique Strauss-Kahn. Es geht um Sexpartys mit Prostituierten und um einen Mann, den Vergewaltigungsvorwürfe die IWF-Spitze und seine politische Karriere gekostet haben.

Die sogenannte Carlton-Affäre nahm im Herbst 2011 ihren Anfang in Lille. Gegen den Besitzer des Luxushotels Carlton und zwei Mitarbeiter wurde ermittelt. Sie sollen für Kunden Prostituierte organisiert haben.

Auch der Name des ehemaligen IWF-Chefs fiel. Die Ermittler stiessen auf ein Netzwerk, das Sexpartys mit Callgirls unter anderem in Paris und Washington organisierte. Neben Strauss-Kahn sollen auch Geschäftsleute und ranghohe Polizisten dabei gewesen sein.

Strauss-Kahn gibt sich «gelassen»

Dominique Strauss-Kahn bestreitet seine Teilnahme an den Sexpartys nicht. Er will jedoch nicht gewusst haben, dass die jungen Frauen Prostituierte waren. Glaubt man der Verteidigung, lebte er bei Swingerpartys lediglich seine sexuellen Neigungen aus.

Eine Aussage zur Sache ist am ersten Prozesstag noch nicht vorgesehen. Nach Angaben seiner Anwälte wollte der 65-Jährige, der derzeit als wirtschaftspolitischer Berater und Redner tätig ist, «gelassen» vor das Gericht treten. Der Prozess wegen «schwerer gemeinschaftlicher Zuhälterei» ist auf drei Wochen angesetzt.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Hans König, Häusernmoos
    Die Nachrichten über diesen DSK sind widerlich und abstossend. Warum widmet die Presse einem Versager und "S..hu.d", welcher nur mit schm.. Geld solche Spielchen mit Gleichgesinnten vornehmen kann. Es gibt bestimmt viel mehr Menschen, welche der Menschheit Gutes tun und nur selten für ihre Taten und Hilfen gelobt werden. Wo ist hier die Moral der Medien?
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  • Kommentar von JP.Simon, Bern
    DSK muss nicht nur eine beachtliche Libido, sondern in seiner Domäne auch als Wirtschafts- u. Finanzkoryphäre einen beachtlichen Ausweis gehabt haben. Aber was für einige Leute im rechtsdurchflutenden Machtzentrum von Washington mehr als seine ungezähmte Libido störte, -er war Sozialist-! Für DSK ein Pech, für die anderen einen rotes Tuch, das für die ebenso S-gesteuerten gefährlicher war, als seine Libido, die ein gefundenes Fressen und Mittel zum Zweck wurde.
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  • Kommentar von D. Beck, effretikon
    "nicht gewusst, dass sich die Mädchen prostituieren"! Wie dumm kann ein solcher alter S... denn sein? Oder eher: Für wie dumm kann er uns - und die Justiz - denn halten? Als ob sich junge Damen ganz selbstverständlich darum reissen würden, sich in perverse Sexspielchen mit DSK und Konsorten einzulassen. Unsäglich, peinlich und einfach unwürdig...
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