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International Cameron sagt britischen Dschihadisten den Kampf an

Rund 700 Briten haben ihr Land verlassen, um für den IS zu kämpfen. Radikalisiert wurden sie zu Hause. Mit einem Fünfjahresplan und strengeren Gesetzen will Premier Cameron das verhindern.

Grossbritannien will härter gegen den radikalen Islamismus vorgehen. Neue Gesetze sollten sich gezielt gegen Meinungsführer richten, die junge Menschen radikalisieren wollten, sagte Premierminister David Cameron bei der Präsentation eines Fünfjahresplans in Birmingham.

Wir müssen die extremistischen Schlüsselfiguren ausser Gefecht setzen, die genau darauf achten, gerade noch im gesetzlichen Rahmen zu handeln, aber eindeutig die britische Gesellschaft hassen und alles, wofür wir stehen.
Autor: David CameronBritischer Premierminister

Bis zu 700 junge Briten sind nach Erkenntnis der Sicherheitskräfte nach Syrien und in den Irak gereist, um sich der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) anzuschliessen. Etwa die Hälfte von ihnen soll bereits zurückgekehrt sein. Die neuen Massnahmen sollen Cameron zufolge muslimischen Eltern helfen, die «in Angst lebten», ihre Kinder könnten radikalisiert werden. Sie sollen künftig beantragen können, dass ihren Kindern der Pass entzogen wird.

David Cameron im Porträt mit dem Logo «One Nationa – One United Kingdom».
Legende: Ein Volk – ein Königreich: David Cameron sagt den islamischen Terroristen den Kampf an. Keystone

Distanzierung vom Sektierertum und Antisemitismus

Terrorgruppen wie der IS müssten entzaubert werden, indem man jungen Leuten die brutale Realität ihrer Gewaltherrschaft vor Augen führe, sagte der Premier in seiner Grundsatzrede. Gleichzeitig will er «britische Werte» wie Demokratie, Toleranz, Rechtsstaatlichkeit und Redefreiheit fördern. Die Achtung der Religionen müsse vereinbar sein mit der britischen Kultur.

Dass jemand sich gegen den IS ausspreche, sei noch kein Beweis, dass er nicht gefährlich sei. Stattdessen müssten die Gruppen sich auch von Verschwörungstheorien, Antisemitismus und Sektierertum distanzieren.

Positive Reaktionen

Der Premier will Schulen und Universitäten vermehrt in die Pflicht nehmen. Zudem will er die Medienaufsicht stärken, damit sie gegen ausländische Sender vorgehen könne, die Reden von Hasspredigern und Extremismus verbreiteten.

Erste Reaktionen auf die Rede fielen überwiegend positiv aus. «Es ist natürlich schwierig, die Balance zu halten», kommentierte die Denkfabrik Demos, die sich unter anderem mit Radikalisierung beschäftigt. Die Regierung müsse aber sicherstellen, dass ihr Kampf gegen Radikalisierung nicht den Status der Redefreiheit gefährde.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Konrad Weber , Sursee
    Also ich finde die Islamisten können ruhig noch einen Zack zulegen. Wir sollten einen Fonds äuffnen, damit sich unsere schweizer Jihadis gute Waffen und einen Splitterwesten und Sprengstoff leisten können. Das gehört eben auch zur Toleranz, anderen Religionsgruppen ihren Heiligen Krieg gönnen zu können. Es ist Pflicht jedes Schweizer Muslims den Jihad in Betracht zu ziehen! So steht es im Koran!
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  • Kommentar von Christa Wüstner , Reinach
    Aber endlich mal einer der sich offen der Problematik stellt. Gewiss, er hat Illusionen die er vielleicht nie umsetzen kann. Er versucht es, und das ist bewundernswert..Auch alle Kritiker sollten ihre wenn und aber zurückhalten, und ihn den Weg gehen lassen.
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  • Kommentar von Björn Christen , Bern
    Ach, David, David, David...... Willst du nicht endlich einsehen, dass der Islam und seine Rechtssprechung, die Scharia, «britische Werte» wie Demokratie, Toleranz, Rechtsstaatlichkeit und Redefreiheit nicht vorsehen und diese explizite Welteroberungsideologie weder mit der britischen noch sonst einer westlichen Kultur vereinbar ist? - Sir Winston Churchill wusste das schon vor mehr als 100 Jahren und schrieb es in seinem Buch. Soviel Betriebsblindheit wird ein böses Ende nehmen, lieber David.
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    1. Antwort von a.kirchner , lissabon
      Zum Glück hat der liebe Winston in seinem langen Leben alles Mögliche gesagt und geschrieben. Ein ehrfürchtiges "Sir" vorangestellt, und schon lässt sich für fast jede Position wunderbar ad verecundiam argumentieren. Nicht gerade der kreativste rhetorische Schachzug, aber trotzdem immer wieder erstaunlich effektiv.
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    2. Antwort von andreas furrer , prilly
      @ bjoern christen: und die betriebsunfaelle mit doelf, beni und josef? haetten die chinesen nicht wenigstens den kommunismus gerettet, waere wohl gar nichts mehr uebrig vom abendland.
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    3. Antwort von HaPe Langenau , Zürich
      huch, hab ich was verpasst? war es nicht cameron, der das gchq verteidigt und keine kommunikation seiner untertanen zulassen will, die sein geheimdienst nicht mitlesen kann? und dem die eigene justiz verstoss gegen die menschenwürde vorgeworfen hat? damit liegt er doch prinzipiell auf einer länge mit den von ihm verteufelten jihadis...
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    4. Antwort von Björn Christen , Bern
      Stimmt @Kirchner, Churchill hat viel gesagt und einiges geschrieben - er war ein weit gereister Mann und seine Zeit in der islamischen Welt hat ihn geprägt. Dort hat er gesehen, was diese Ideologie mit den Menschen macht ("Islam in a man is like rabies in a dog") und gleichzeitig hat er die Gefahr des Islam für das Abendland klar und deutlich artikuliert. Es ist verherrend, dass diese Warnungen vor dem Islam (auch von Marx, Schopenhauer, Voltaire und anderen) heute im Westen ignoriert werden.
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    5. Antwort von Christa wüstner , Reinach
      Die Warnungen werden ignoriert Herr Christen, weil sie in unseres heutiges Weltbild nicht mehr Einfügbar sind. Die menschliche Intelligenz ist eingeschrumpft, bis auf wenige, und die überhört man, denn man müsste ja seine eigene Ideologie in Frage stellen.
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