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International Chiles Richter entschuldigen sich bei den Opfern von Pinochet

Fast 40 Jahre nach dem Militärputsch hat sich die Richtervereinigung bei den Opfern entschuldigt. Unter General Augusto Pinochet starben über 3000 Menschen. 38'000 Personen wurden gefoltert – 3000 Personen gelten bis heute als vermisst.

«Es muss klar gesagt und vollständig anerkannt werden: Das chilenische Justizsystem und insbesondere das Oberste Gericht versagten in ihrer Rolle als Garant der grundlegenden Menschenrechte. Es wäre ihre Aufgabe gewesen, diejenigen zu schützen, die Opfer der Misshandlung durch den Staat waren».

Dies erklärte die chilenische Richtervereinigung fast 40 Jahre nach dem Militärputsch.

Unter der Diktatur von General Augusto Pinochet von 1973 bis 1990 wurden mindestens 3200 Menschen getötet und 38'000 Personen gefoltert. 3000 Personen gelten als vermisst.

Als die Luftwaffe mit Hilfe des US-Geheimdiensts CIA am 11. September 1973 den Regierungssitz in Santiago bombardierte, nahm sich der amtierende Präsident Salvador Allende das Leben.

Pinochet übernahm die Macht. 1990 wurde er vom Volk aus dem Präsidentenamt gewählt – in das Amt war er nie gewählt worden. 16 Jahre später starb er – ohne für seine Taten verurteilt worden zu sein.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Bauert, Bern
    Aus Chile, wie Argentinien, Türkei und anderen (Militär)Diktaturen hat die Schweiz kaum Flüchtlinge aufgenommen. Tausende hingegen aus kommunistischen Diktaturen: Ungarn, Tschechoslowakei, Tibet. Ähnlich jetzt mit Syrien: Gerade mal 500 sollen aufgenommen werden. Nix gelernt aus der Vergangenheit im Gegensatz zu den chilenischen Richtern?
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Sicher waren die Art des Putsches und die Herrschaft unter Pinochet verbrecherisch. Wir müssen aber auch sehen, dass dieses Land unter Allende noch in der Zeit des sog. Kalten Krieges faktisch ein Verbündeter der UdSSR und der DDR geworden war - auch deshalb diese ganze Härte. Eine Frage bleibt noch: Das "Problem" Pinochet ist gelöst - wie wird es aber sein, wenn der kubanische "Heilige" Fidel Castro, unter dem ebenso viele ermordet und gefoltert wurden, endgültig abtritt?
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    1. Antwort von O. Toneatti, Bern
      Juha Stump: Sie haben Ihre lieben amerikanischen Freunde und Folterknechte in Guantanamo vergessen, wo Gefangene ohne Gerichtsurteil nach Lust und Laune gefoltert werden. Haben Sie das absichtlich vergessen?
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  • Kommentar von A.Käser, Zürich
    Wieder so ein"fantastisches"menschliches Wesen,das ganz entspannt und voller "Stolz"auf seine "würdigen Taten" einen"neutralen Blick"werfen darf.Nun blickt er in den Abgrund seiner eigenen Hölle und dieser wird sein Königreich sein und bleiben."Des Menschen Wille sei sein Himmelreich."
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