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International China rückt nicht von Konfrontationskurs ab

China will nicht nachgeben, weder im Konflikt mit den USA noch im Inselstreit mit seinen Nachbarn. Das wurde am Asien-Sicherheitsgipfel in Singapur deutlich. Zuvor haben sich die USA deutlich um eine Entspannung der heiklen Situation bemüht.

Legende: Video Streit zwischen China und den USA abspielen. Laufzeit 01:52 Minuten.
Aus Tagesschau vom 04.06.2016.

Im Schlagabtausch wegen des Territorialkonflikts im Südchinesischen Meer hat China von einer «Mentalität des Kalten Krieges» gesprochen. China setze auf friedliche Lösungen mit den Nachbarstaaten. Und andere Länder sollten sich auf konstruktive Beiträge beschränken, sagte Admiral Jianguo Sun, Leiter der chinesischen Delegation an der Sicherheitskonferenz Shangri-La-Dialog in Singapur.

Konflikt mit China gefährlich brisant

Die scharfe Rhetorik erstaunte die Gipfelteilnehmer umso mehr als sich die USA gestern bemüht hatten, mehr von Kooperation statt von Konfrontation zu sprechen. Dies unter dem Eindruck, dass der Konflikt mit China in Ostasien gefährlich brisant geworden ist.

«Peking hingegen schwenkt nicht auf diese Spur ein», sagt SRF-Korrespondent Fredy Gsteiger. Admiral Sun Jianguo teilte vielmehr hart aus, nicht zuletzt gegen die USA, aber auch gegen die Nachbarländer. Sie verhielten sich unverantwortlich. Er machte auch klar: Die Volksbefreiungsarmee werde militärischen Auseinandersetzungen, die inzwischen durchaus denkbar sind, nicht aus dem Weg gehen. Er als Militär sei dazu da, um zu kämpfen. Und um zu gewinnen.

China will Urteil zu Inselstreit nicht anerkennen

Deutlicher als je zuvor signalisierte China in Singapur auch, es erachte den in Kürze erwarteten Schiedsspruch eines UNO-Tribunals im Inselstreit für null und nichtig. Man werde sich darum foutieren. Der chinesische Admiral kritisierte die Philippinen gar scharf, weil sie es gewagt haben, überhaupt die Uno und das Uno-Seerechtsabkommen anzurufen.

Noch ist das Urteil der Uno-Richter nicht bekannt: Man gehe aber davon aus, dass es zugunsten der Philippinen und gegen China ausfällt, so Gsteiger.

Herrscher über südchinesisches Meer sein

Peking beansprucht fast neunzig Prozent des südchinesischen Meers als Hoheitsgebiet und brach deswegen einen maritimen Territorialstreit mit Vietnam, den Philippinen, Malaysia, Brunei und Taiwan vom Zaun. Das sorgt in ganz Ostasien für Irritation und Unmut. Der Konflikt könnte leicht eskalieren.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Baumann (Andreas Baumann)
    ich würd mir verflixt gut überlegen ob es schlau ist sich mit China an zulegen .. die Retourkutsch Kommt 100%
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  • Kommentar von Stanic Drago (Putinversteher)
    Schade, es wird nicht berichtet, dass Vietnam war erste Land welche sich paar Atolen unter Nagel gerissen hat. Kurz später, hat sich Philipinen gleiche Recht genommen. Aber jetzt wo China zu gleichen Mitteln greift, gesamte Westen ist empört.
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    1. Antwort von Reto Camenisch (Horatio)
      Vor allem sind die Länder wie Vietnam, Phiippinen, Malaysia, Taiwan etc besorgt was vor ihrer eigenen Türe geschieht.
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    2. Antwort von Sebastian Demlgruber (SeDem)
      @"Putinversteher": Mal wieder irgendwelches frei erfundenes Zeugs schreiben, nur um den Westen anzuschwärzen, was? Vietnam und die Philippinen haben sich keine "Atolle unter den Nagel gerissen", es sind ihre nationalen Gewässer. Genau dort expandiert Peking plötzlich aggressiv, schüttet Startbahnen für Kampfjets auf, bedroht seine Nachbarn. Die einzige "Basis" der Philippinen besteht aus einem rostigen, auf Grund gelaufenen Schiff. Klar, dass die USA hier den kleinen Ländern zur Hilfe kommen.
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  • Kommentar von rené studer (rené studer)
    kriegstreiber und terrorist nummer 1 usa stellt sich als vermittler dar! mit 17 % haben sie in der uno als einzige das veto recht, also kann auch dieser haufen nicht als legitim betrachtet werden. aber das interesse der ami irgendwo einen neuen krieg los zu treten, wird immer und überall genutzt, nachdem syrien und ukraine nicht das erwünschte ergebnis brachten. wer denen noch vertraut und nacheifert verrät sich selber.
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    1. Antwort von Felice Limacher (Felimas)
      Es könnte sein, dass Sie in zwanzig oder dreissig Jahren genau das gleiche schreiben über die Chinesen!
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    2. Antwort von Sebastian Demlgruber (SeDem)
      So ein Unfug! Neben den USA haben auch China (!), Russland, Frankreich, Großbritannien ein Vetorecht in den Vereinten Nationen. Denselben Wahrheitsgehalt, wie ihre Behauptungen zum Veto, haben ihre restlichen Anfeindungen.
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