Zum Inhalt springen
Inhalt

International China rüstet weiter auf

Die Ausgaben für die Rüstung sollen trotz geringeren Wirtschaftswachstums um zehn Prozent angehoben werden. Peking will seinen Bürgern ein Gefühl von Sicherheit geben.

Legende: Video China: «Waffen zur Friedenssicherung» abspielen. Laufzeit 00:42 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 04.03.2015.

Inmitten von Spannungen in Ostasien hat China eine kräftige Aufrüstung der Streitkräfte angekündigt. Die Militärausgaben würden um «etwa zehn Prozent» steigen, kündigte die Sprecherin des Volkskongresses, am Tag vor dem Beginn der Jahressitzung des Kongresses an. «Wenn wir hinterherhängen, sind wir angreifbar», begründete sie die Entscheidung.

China müsse seinen Bürgern ein Gefühl von Sicherheit geben, erklärte die Sprecherin. Die Aufrüstung der Streitkräfte sei Teil der Anstrengungen, China zu modernisieren, sagte sie weiter. Die geplante Aufrüstung liege auf dem Niveau der angestrebten Steigerung des gesamten Haushaltes.

Mehrausgaben trotz geringerem Wirtschaftswachstum

Bereits in den vergangenen Jahren haben der Wirtschaftsboom und die Sorge über die Übermacht des Westens Chinas Waffenausgaben in die Höhe schnellen lassen. Zwischen 2004 und 2013 sind die Ausgaben in der Volksrepublik nach Schätzungen um 170 Prozent gestiegen.

Weltweit steht China mit seinem Verteidigungshaushalt auf Platz zwei hinter den USA, aber noch vor Russland. Im Haushaltsentwurf des vergangenen Jahres belief sich der Militäretat offiziell auf umgerechnet rund 115 Milliarden Euro. Das Friedensforschungsinstitut Sipri in Stockholm schätzt die tatsächlichen Ausgaben allerdings um gut die Hälfte höher ein.

Die nun geplante Erhöhung um zehn Prozent liegt deutlich über dem angestrebten Wirtschaftswachstums des Landes. Peking wird in diesem Jahr voraussichtlich ein Wachstumsziel von etwa sieben Prozent ausgeben.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von m.mitulla, wil
    Ja, die Chinesen setzen alles daran, die USA zu überholen. Ebenso wie in den USA geht das Streben nach Macht auf Kosten der Armen, der Solidarität und auf Kosten der Umwelt. Da wird sich Putin warm anziehen müssen angesichts seiner leeren und wasserreichen Landstriche im Osten Russlands - in der Nachbarschaft zum boomenden, heissen China.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von David Rothen, Bern
    Überall wird aufgerüstet, so scheint es. A erhöht sein Rüstungsbudget, dann zieht B natürlich sofort nach, C sieht B Panzer kaufen und interessiert sich sofort für neue Kampfjets, schon sind D, E und F auch auf dem Plan und kauft moderne Tötungswerkzeuge und immer so weiter. Eine gefährliche Spirale. Wohin das wohl führen wird? Ich fürchte nicht zu Frieden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    China ist in 20-30 Jahren wieder da, wo es 1980 angefangen hat. Die Probleme, vor allem ökologische, die bis jetzt noch vollständig unter den Teppich gekehrt werden, kommen hart zurück.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen