Zum Inhalt springen

International Chinas Städte sind zu stark verschmutzt

Die Städte Chinas sind Dreckschleudern: Von 74 überprüften Orten haben im vergangenen Jahr nur drei die von der Regierung vorgegebenen Umweltstandards erfüllt. China müsse seine Wirtschaft anders entwickeln als bisher, meint der stellvertretende Umweltminister.

Ein Mann mit einer Atemschutzmaske, im Hintergrund Dächer einer Stadt.
Legende: Der Smog gefährdet zunehmend die Volksgesundheit in China. Reuters

Ein Ende der Umweltverschmutzung in Chinas Städten ist nicht in Sicht. Von 74 überprüften Orten erfüllten nur drei die von der Regierung vorgeschriebenen Standards. Dies sagte der stellvertretende Umweltminister Wu Xiaoqing am Samstag.

China müsse seine Wirtschaft anders entwickeln als bisher. Dafür plädiert der stellvertretende Umweltminister Wu. Die Verschmutzung sei der Preis für den Wachstumskurs. «Und dieser Preis ist hoch, er ist gewaltig.»

Verschärfte Gesetze

Die Umweltverschmutzung wird für China immer mehr zu einem Problem, das die Wirtschaft belastet und zu Unruhen in der Bevölkerung führt. In vielen Städten leiden die Menschen unter dem Smog. Darum soll die Einhaltung der Umweltschutzgesetze stärker kontrolliert und die Gesetze selbst verschärft werden.

Ministerpräsident Li Keqiang hatte am Mittwoch auf dem jährlichen Volkskongress «einen Krieg gegen die Verschmutzung» ausgerufen. Ziel sei eine grüne Wirtschaft, die mehr vom privaten Konsum getragen werde.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Christine Münger, Burgdorf
    Die grüne Wirtschaft wird aus Asien kommen. Die Europäer sind zu sehr um die Wohlstands- und Machterhaltung bemüht, und sie gerade dadurch verlieren bzw. die rund 500 jährige westliche Dominanz ist definitiv vorbei.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von M.Schmid, Bern
      Das glaube ich nicht. Die Europäer sind da trotzdem sehr weit voraus und haben insgesamt wohl mehr politischen Willen als China oder andere in Asien, die Umwelt weiter zu schützen. Der Herr Umweltminister Wu Xiaoqing wird's schwer haben, politisch auch nur die Emissionsregelungen für Autos, Häuser und Industrie ähnlich wie in Deutschland oder der Schweiz zu kriegen. Weil das geht dann halt direkt gegen den Beschäftigungsgrad und die interne Modernisierung, welche China noch massiv braucht.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen