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International Clinton ist juristisch aus dem Schneider

Eine Anklage gegen Hillary Clinton in der E-Mail-Affäre ist vom Tisch. US-Justizministerin Loretta Lynch folgt der Empfehlung des FBI. Doch im anstehenden Wahlkampf dürfte das Thema weiterköcheln: Es geht um Clintons Glaubwürdigkeit.

Clinton spricht von einem Podest herunter, die Arme weit geöffnet.
Legende: Die E-Mail-Affäre ist vom Tisch, der Wahlkampf geht weiter. Imago

Das US-Justizministerium wird in der sogenannten E-Mail-Affäre der früheren Aussenministerin und designierten demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton keine Anklagen erheben.

Sie akzeptiere eine entsprechende Empfehlung der Bundespolizei FBI, erklärte Justizministerin Loretta Lynch. Das FBI hatte erklärt, es gebe keine klaren Hinweise dafür, dass Clinton oder ihre Mitarbeiter Gesetze hätten brechen wollen.

Server angeblich gehackt

Clinton geriet im laufenden Wahlkampf wegen der Nutzung eines privaten E-Mail-Kontos während ihrer Zeit als Aussenministerin von 2009 bis 2013 zunehmend unter Druck. Clintons Server stand in ihrem Haus im Bundesstaat New York. Insgesamt geht es um Zehntausende Mails.

Die Existenz des Servers wurde von dem rumänischen Hacker Marcel Lazar enthüllt, der nach eigenen Angaben leicht in das System eindringen konnte. Experten haben dafür jedoch keine Hinweise gefunden.

Das Glaubwürdigkeitsproblem bleibt

Clinton hatte in den vergangenen Monaten stets beteuert, sie habe nie vertraulich markiertes Material über die kritisierten Server abgewickelt. Die Untersuchung des FBI stellte allerdings das exakte Gegenteil fest. Trotzdem ist die Affäre nun juristisch beendet – doch im Wahlkampf 2016 verstärkt sie Clintons Glaubwürdigkeitsprobleme.

US-Justizministerin Lynch hat die Aufsicht über das FBI und wäre als Chefanklägerin für ein Verfahren zuständig gewesen. Ihr war vorgeworfen worden, sie sei als Demokratin nicht unabhängig, hatte aber wiederholt klargemacht, der Empfehlung des FBI in jedem Fall folgen zu wollen.

7 Kommentare

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  • Kommentar von D. Schmidel (D. Schmidel)
    Schon wieder ein Schlag ins Gesicht der Verschwörer.
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  • Kommentar von Peter Oberholzer (peteroberholzer)
    An alle die, die sich jetzt über das angeblich hochkorrupte System in Washington beklagen: Es mag schon sein, dass hierzuland etwas andere Bedingungen in Sachen Korruption herrschen, aber diese Entscheidung wurde auf saubere Art und Weise gefällt und ist richtig. Nur weil diese Entscheidung aber nicht genau Ihrem Wunsch entspricht, heisst das noch nicht, dass sie beeinflusst worden ist!! Fällen Sie doch bitte eine objektive Entscheidung!
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    1. Antwort von Bruno Vogt (b.vogt)
      Herr Oberholzer ihre Aussage erstaunt mich schon etwas, haben sie Einblick in die Daten und den E-Mail Verkehr den Clinton über ihren privaten E-Mail Provider abgewickelt hat? Es wurden ja nur die 'unbedenklichen' Mails veröffentlicht. Daher lässt sich gar nicht sagen ob der Entscheid von Lynch richtig war oder nicht. Nur weil sie Clinton mögen, heisst das noch nicht, dass diese Frau nicht gegen Gesetze verstiess.
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    2. Antwort von robert mathis (veritas)
      Frau Clinton mag eine gute Schauspielerin sein ,aber als Präsidentin des wichtigsten Staates ist sie in meinen Augen unfähig,schliesslich sind wir indirekt auch betroffen und darum mache ich mir meine Gedanken.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Juristisch, aber mit Unterstützund der Regierung Obama. Denn für Obama darf es nicht sein, dass Trump Präsident wird, dafür würde der "Kirchenmann" sogar zur "Hölle" gehen.
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