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International Clinton wollte offenbar Waffen für syrische Rebellen

Die frühere US-Aussenministerin Hillary Clinton hat sich offenbar noch vor wenigen Monaten dafür stark gemacht, die syrischen Rebellen auszubilden und auch zu bewaffnen. Einem Zeitungsbericht zufolge soll sie mit diesen Plänen allerdings beim Präsidialamt gescheitert sein.

Wollte die syrischen Rebellen offenbar bewaffnen, konnte sich aber nicht durchsetzen: Hillary Clinton
Legende: Wollte die syrischen Rebellen offenbar bewaffnen, konnte sich aber nicht durchsetzen: Hillary Clinton Keystone

Das US-Präsidialamt hat einem Zeitungsbericht zufolge im vergangenen Sommer Pläne der damaligen Aussenministerin Hillary Clinton und des früheren CIA-Chefs David Petraeus zur Bewaffnung und Ausbildung syrischer Rebellen abgelehnt.

Grund für die Entscheidung seien Sorgen gewesen, die USA könnten in den Konflikt hineingezogen werden, berichtete die «New York Times». Ausserdem sei befürchtet worden, dass die Waffen in die falschen Hände geraten könnten.

Endgültig sei der Plan begraben worden, als Petraeus wegen einer ausserehelichen Affäre sein Amt aufgeben und Clinton aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten musste, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise weiter.

Der scheidende Verteidigungsminister Leon Panetta habe Regierungsvertretern zufolge der Idee positiv gegenüber gestanden. Petraeus und Panetta lehnten dem Blatt zufolge eine Stellungnahme ab. Clinton hatte sich vor kurzem in einem «Times»-Interview nicht zu der Frage äussern wollen.

5 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe, Gwatt
    Sie sind es eben doch, lernfähig! Ich gehe davon aus, dass die USA nicht wieder die Geldbäutel der andern Länder schont, indem sie Armeeeinsätze an forderster Front ausführt. Jetzt sollen mal die Andern, welche dauernd Amerika in den Dreck ziehen möchte, selber sehen wie sich sich gegen das "Böse" wehrt und auch für die Finanzen aufkommt. Es scheint so, als ob der Rest der Welt (ausser USA) lieber jahrelang zusieht wie Diktatoren und Islamisten sich und ihren Einfluss mit Gewalt verbreit...
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  • Kommentar von Mart Web, Switzerland
    Auch die gute Madame Clinton hat wohl nichts aus der Gescichte gelernt. Fast überall wo die Amerikaner eingegriffen hatten, änderte sich die Situation ein paar Jahre später - und aus den durch die USA bewaffneten wurden auf einmal Feinde, Diktatoren, usw. Im sich profilieren war sie schon immer gut - wie ihr Mann ja auch!
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    1. Antwort von Egon Anywhere, Vancouver Island
      Man kann wirklich, mit absoluter Sicherheit annehmen, dass die Amis nicht lernfähig sind.
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    2. Antwort von Fritz Frei, Buriram
      Es hat sich sehr viel verändert! Früher haben die Amis vorzugsweise Diktatoren unterstützt, inklusive in Vietnam. Jetzt halt Demokratiebewegungen. Dass Obama Waffenlieferungen nach Syrien unterband, zeigt einmal mehr, wie intelligent, besonnen und ausgleichend er ist. Mit dem UNO-Sicherheitsrat hat er allerdings etwas sehr viel Geduld.
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    3. Antwort von Hans Mann, Basel
      Mubarak jahrelang ohne ein Wort der Kritik unterstützt und erst im letzte Moment auf den Revolutions-Zug aufgesprungen. Unterstützung aller Potentaten der Golfstaaten, keine Unterstützung der Demokratiebewegung Bahrains, keine Kritik an deren Niederschlagung mit Hilfe der saudischen Armee. Ich sehe hier keinen Paradigmenwechsel. Syrien ist ein komplett andere Fall, man will Assad als Verbündeter des Iran schon lange weg haben. Reine Interessenspolitik also, naiv wer etwas anderes glaubt.
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