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International Costa Concordia: Schleppaktion liegt weiter im Zeitplan

Die Abschleppaktion ist erfolgreich gestartet: Das Wrack der Costa Concordia wird im Moment von Schleppern Richtung Genua gezogen. Im Mittelmeer ist das Schiff allerdings einigen Gefahren ausgesetzt.

Die Costa Concordia kommt auf ihrer letzten Fahrt gut voran. Schlepper zogen das havarierte Schiff in der Nacht in Richtung der Insel Pianosa. Diese liegt etwa 70 Kilometer von der italienischen Insel Giglio entfernt, wo der Kreuzfahrtriese im Januar 2012 einen Felsen gerammt hatte.

Ziel des am Mittwoch nach monatelanger Bergung gestarteten Schlepp-Konvois ist Genua. Rund 350 Kilometer lang ist die Strecke. Die Route könnte jedoch noch kurzfristig angepasst werden, wenn sich die Wettervorhersage ändert. In Genua wird die Costa Concordia am Sonntag erwartet. Dort soll das Schiff in den kommenden zwei Jahren abgewrackt werden.

Wind und Wellen als Gefahr

Der Beginn des Abtransports der Costa Concordia war gestern von den anderen Schiffen im Hafen der italienischen Insel Giglio mit Schiffssirenen begleitet worden. Nachdem sich der havarierte Kreuzfahrtriese bewegt hatte, feierten die anderen Schiffe dies mit lautem Getöse. Einige Zuschauer im Hafen applaudierten.

Mit einer Geschwindigkeit von zwei Knoten (rund 3,7 Stundenkilometer) wird das Schiff entlang der französischen Insel Korsika nach Norden geschleppt. Die grösste Gefahr für das stark beschädigte Schiff sind starke Winde und hohe Wellen auf dem offenen Meer.

Gemeinsam mit den vier Schleppern begleitet ein Konvoi aus zehn weiteren Schiffen die Costa Concordia. Neben der Küstenwache und Umweltschützern sind zahlreiche Spezialschiffe dabei, um bei einem Austritt von Öl oder anderen gefährlichen Flüssigkeiten oder bei einem Notfall schnell reagieren zu können. Das Meer wird um das fahrende Wrack weiträumig gesperrt, ebenso der Luftraum.

Bergung kostet Milliarden

32 Menschen waren bei der Havarie der Costa Concordia im Januar 2012 ums Leben gekommen, darunter auch zwölf Deutsche. In den vergangenen gut zweieinhalb Jahren war das Schiff in einer bislang einzigartigen Aktion auf den Abtransport vorbereitet worden. Insgesamt soll die Bergung des Kreuzfahrtriesen etwa 1,5 Milliarden Euro kosten.

Die Route

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Den Weg der Costa Concordia können Sie hier verfolgen.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Ammann , Glis
    Nun ist sie weg und gilio verdient kein Geld mehr wegen ihr. Doch Genua macht ein paar Stück drauss und schon in 2 Jahren kann man sie als Souvenir in Genua kaufen.
  • Kommentar von Marlene Zelger , 6370 Stans
    Liebe Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee: Gerne sähen wir das inzwischen als Uferrestaurant dienende Dampfschiff "Wilhelm Tell" wieder auf dem See schwimmen. Ein Rückbau für die Fahrtauglichkeit sei nicht mehr möglich, da das Schiff auf einem Betonsockel fest montiert sei. Doch wenn ein havarierter Riesenkolosa wieder zum Abtransport flott gemacht werden konnte, wäre doch ein Rückbau des W.T. durch dieselben hochqualifizierten Spezialisten ein Kinderspiel.
    1. Antwort von B. Küng , Biel
      Zelger, das hat mit dem Drama der Costa Concordia nichts, aber überhaupt nichts zu tun. Hier geht es um ein verunglücktes Passagierschiff in dem 32 Menschen den Tod fanden und dessen Kapitän eine grosse Schuld an diesem Unglück trägt.
    2. Antwort von Albert Planta , Chur
      Wären sie bereit, einen Teil der Kosten zu übernehmen?
    3. Antwort von Marlene Zelger , 6370 Stans
      Ist mir schon klar, B. King. Aber ich betrachtete diesen Aber bei meinem Kommentar handelte es sich um die rein technische Sichtweise.
  • Kommentar von Marlene Zelger , 6370 Stans
    ".............und sie bewegt sich doch!"