Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Inhalt

International Cyberangriff: Clinton zeigt mit dem Finger auf Moskau

Die amerikanische Präsidentschaftskandidatin beschuldigt Russland offen, ihre Demokratische Partei ausspioniert zu haben. Zudem zeigt sich Hillary Clinton beunruhigt über den Enthusiasmus ihres Gegenspielers Trump, den russischen Präsidenten Putin zu unterstützen.

Legende: Video Clinton auf Konfrontationskurs zu Putin und Trump abspielen. Laufzeit 00:43 Minuten.
Aus News-Clip vom 31.07.2016.

Hillary Clinton spricht Klartext: Die US-Präsidentschaftskandidatin hat Russland klipp und klar Cyber-Spionage gegen ihre Demokratische Partei mitten im US-Wahlkampf vorgeworfen. «Wir wissen, dass russische Geheimdienste die Parteiführung der Demokraten gehackt haben», sagte sie am Sonntag dem Sender Fox News.

Die Nachrichtendienste hätten auch dafür gesorgt, dass kürzlich zahlreiche E-Mails der Spitze der Demokraten veröffentlicht wurde n. Und es sei bekannt, dass ihr republikanischer Gegenkandidat Donald Trump «eine sehr beunruhigende Bereitschaft» an den Tag gelegt habe, den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu unterstützen.

«Russische Einmischung in unsere Demokratie»

Sie wolle nicht so weit gehen, daraus zu schliessen, dass Putin einen Sieg Trumps bei der Wahl im November erwirken wolle. Aber es stelle sich aufgrund der Fakten durchaus die Frage nach einer russischen Einmischung «in unsere Wahlen, in unsere Demokratie». Russland weist die Vorwürfe zurück, etwas mit den Hacker-Angriffen zu tun zu haben.

Hillary Clinton spricht ins Mikrofon und zeigt dabei mit dem Finger.
Legende: Für sie ist es mehr als eine blosse Vermutung: Clinton ist überzeugt, dass Russland hinter den Cyberattacken steckt. Keystone

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte kurz vor Beginn des Nominierungsparteitags der Demokraten Tausende E-Mails veröffentlicht, aus denen hervorging, dass die Parteispitze im Vorwahlkampf Clinton den Vorzug vor dem linken Senator Bernie Sanders gab. Das Gremium sollte eigentlich neutral sein. Die E-Mails schürten die Wut im linken Parteiflügel der Demokraten, der Clinton ohnehin skeptisch sieht. Parteichefin Debbie Wasserman Schultz kündigte als Konsequenz ihren Rücktritt an.

Nationale Sicherheit gefährdet?

Kurz darauf rief Donald Trump Russland dazu auf, auch «die 30.000 fehlenden E-Mails» aus Clintons Zeit als Aussenministerin zu finden. Er nahm damit Bezug auf Clintons andere E-Mail-Affäre. Als US-Chefdiplomatin hatte sie teilweise einen privaten Server genutzt. Trump stiess jedoch mit seinem Aufruf an Russland auf breites Unverständnis. Daraufhin sagte er, seine Äusserung sei sarkastisch gemeint gewesen.

Doch Clinton legte am Sonntag nach. «Dass Trump Putin sowohl ermutigt als auch lobt, trotz offenbar absichtlicher Bemühungen, die Wahl zu beeinflussen, lässt meiner Meinung nach die Frage nach der nationalen Sicherheit
aufkommen.»

Hintergrund zu den US-Wahlen

Hintergrund zu den US-Wahlen
  • Alles über die US-Wahlen
  • Infografik: So funktioniert die Wahl zum US-Präsidenten
  • Das ABC zu den US-Wahlen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

27 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Ch. Helfenstein (Ch. Helfenstein)
    All jenen, die Hr. Trump auf`s Schild heben, kann ich das Lesen von Teletext (Mo 1.8.10:45) empfehlen. Ein weiterer Beweis seiner absoluten Unfähigkeit. Möglich, dass auch Fr. Clinton nicht das gelbe vom Ei ist. Sie ist aber berechenbar und wechselt Iihre Meinung nicht alle 5 Minuten, oder muss eine Aussage als "sarkastisch gemeint" betiteln, da völlig haltlos. Das Problem ist, aus meiner Sicht, dass die 2 Personen das politisch Beste sind, von ca. 330 Mill. US Bürgern. Ein weltweites Problem
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      Trump und Konsorten, das ist erster Linie ein Intriganten-Stadl.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von u. Felber (Keule)
    Also mit Obama ist der Weltfrieden Bach ab gegangen. Mit Hillary würd`s wohl auch nicht besser werden. Deswegen würde ich mich auf das Experiment Trump einlassen, denn schlimmer kanns nun wirklich nicht werden!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von M. Roe (M. Roe)
      Endlich einer der den Mut hat Donald Trump zu bevorzugen. Ich kenne Amerika und die Amerikaner und weiss, dass Donald ein echter Amerikaner ist, und deshalb das Land wieder amerikanisch machen kann. Amerika ist: spontan, herzlich, gerecht, konsequent, freundlich und auch humorvoll uns so weiter!! Nur weil er reich ist konnte er so weit kommen, das ist doch überall so. Wenn das nicht so wäre, hätten ihn die noch reicheren schon lange ausgelöscht!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Peter Singer (P.S.)
      Ich denke Obama hat beim Syrienkonflikt und in Lybien zu wenig interveniert. Das heisst aber nicht, dass er Schuld an den Konflikten ist. Clinton hat eine klare Strategie. Trump hat keine Strategie, nur grosse Worte. Einmal sagt er, er würde viel härter eingreifen, dann will er sich wieder komplett raushalten.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Bruno Vogt (b.vogt)
      Obama hat zu wenig interveniert? Haha selten so eine deplatzierte Aussage gelesen hier. Herr Singer war Bushs Politik im Irak oder Afghanistan besser? Sind die Länder heute ein Hort des Friedens? Ich bitte sie, unsere Interventionen haben gerade dazu geführt das wir heute in Europa die Flüchtlingströme erdulden müssen und weitere 'failed states' auf der langen Liste haben. Sie sollten einmal lesen wen genau Obama mit Waffen ausgerüstet hat in Syrien, diese stehen ISIS um nichts nach.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      "Amerika ist: spontan, herzlich, gerecht, konsequent, freundlich und auch humorvoll uns so weiter!!" Nein aber auch, ich hätte nie gedacht, dass ich darin sofort den Trump erkennen würde, aber nicht jene Amerikaner, mit denen ich es schon zu tun hatte... (Muss sofort noch anfügen: Ist bloss ironisch gemeint)
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    5. Antwort von Aston Martin (Aston)
      @P.Singer: Was bitte schön soll den Frau Clinton für eine Strategie haben? Russlandphobie verbreiten? Noch mehr Krieg wollen? Sie ist eine Marionette der Amerikanischen Rüstungsindustrie. Tolle Strategie. Gott bewahre die Menschheit vor dieser Schlange Clinton. Trump hat zwar ein grosses Maul, aber bekanntlich beissen bellende Hunde nicht:-)
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Sind die Enthüllungen des Edward Snowden etwa schon vergessen??? Die NSA, CIA und FBI haben so viel Dreck am Stecken, dass Frau Clinton zuerst einmal vor ihrer eigenen Haustüre wischen sollte. Es ist wohl anzunehmen, dass die USA nicht das einzige Land sind, welches Spionage betreibt - da wird auch Putin keine Ausnahme machen :D
    Ablehnen den Kommentar ablehnen