Das fordert die Eurogruppe von Athen – und was bietet sie an?

Eine einfache Bitte um mehr Geld wird nicht reichen – das haben die Euro-Partner der griechischen Regierung Anfang der Woche deutlich gemacht. Ihre Position in Stichpunkten:

Die Wortführer auf beiden Seiten

Was fordert die Eurogruppe von Athen?

  • Die Zusicherung, dass Reformen nur in Absprache mit den Geldgebern rückgängig gemacht werden. Die Rücknahme von Reformen muss durch andere Massnahmen refinanziert werden.
  • Die Zusicherung, dass Griechenland bereit ist, seinen finanziellen Verpflichtungen gegenüber den Geldgebern nachzukommen und die Stabilität des Finanzsektors zu garantieren.
  • Die Zusicherung, dass Griechenland gewillt ist, das aktuelle Hilfsprogramm inklusive der Auflagen zum Abschluss zu bringen.
  • Die Zusicherung, dass Griechenland weiter eng mit den Geldgebern und der Eurogruppe zusammenarbeitet.

Was bietet die Eurogruppe Athen?

  • Zeit und Geld: Eine Verlängerung des Hilfsprogrammes um sechs Monate würde der griechischen Regierung Luft verschaffen, in Ruhe ihre Reformpolitik zu planen.
  • Flexibilität: Die Eurogruppe hat nach eigenen Angaben kein Problem damit, dass die neue griechische Regierung Geld anders ausgeben will als die alte. Einzige Voraussetzung: Grundlegende Vereinbarungen müssen eingehalten werden.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Griechenland bittet um Kredite

    Aus Tagesschau vom 18.2.2015

    Nun also doch: Griechenland bittet um eine Verlängerung der laufenden Rettungskredite. Noch heute will Finanzminister Yanis Varoufakis einen Antrag stellen. Die von der Euro-Gruppe verlangten Sparmassnahmen sind aber bisher von der griechischen Regierung strikt abgelehnt worden.