Das weisse Haus fordert ein Bündnis gegen IS

Die USA möchten ihren Vorsitz im UNO-Sicherheitsrat dafür nutzen, um ein Bündnis gegen die Terromiliz IS zu schmieden. Dies soll bei einem Gipfeltreffen des UNO-Sicherheitsrates Ende September geschehen. Erste Pläne präsentierte bereits US-Aussenminister John Kerry.

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Bildlegende: Mit geballter Faust wollen die USA und allen voran US-Aussenminister John Kerry gegen den IS vorgehen. Keystone/archiv

Die USA wollen mit Hilfe der Vereinten Nationen ein internationales Bündnis gegen Terrormilizen wie den Islamischen Staat (IS) schmieden. Präsident Barack Obama werde Ende September bei einem Gipfeltreffen des UNO-Sicherheitsrates den Plan vorantreiben, schrieb Aussenminister John Kerry in der «New York Times».

Am Rande des NATO-Gipfels in Wales am 4. und 5. September wollen Kerry und US-Verteidigungsminister Chuck Hagel sich bereits mit den europäischen Verbündeten abstimmen.

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7,5 Millionnen Dollar pro Tag

Soldaten einer Rede zuhörend.

keystone/archiv

Der Militäreinsatz gegen IS im Irak kostet die USA jeden Tag rund 7,5 Millionen Dollar. Das Geld stammt aus dem Budget für Auslandeinsätze, wie US-Verteidigungsministeriums bestätigte. US-Präsident Barack Obama hatte im August die Intervention angeordnet. Derzeit sind 865 US-Soldaten stationiert, um das Personal in den Konsulaten zu schützen.

Anschliessend wollten Hagel und er in der Konfliktregion um Unterstützung für das Anti-Terror-Bündnis werben, schrieb Kerry.

Fast jedes Land könne eine Rolle spielen, ob militärisch, mit humanitärer Hilfe, beim wirtschaftlichen Wiederaufbau oder der Schaffung neuen Vertrauens zwischen Nachbarn.

Kerry: IS ist ein «Krebs»

Im September übernehmen die USA den Vorsitz im UNO-Sicherheitsrat. Washington will diese Gelegenheit für seine Initiative nutzen. Zum Sicherheitsratsgipfel will Obama während der Generaldebatte der UNO-Vollversammlung einladen, die vom 24. bis 30. September läuft.

Der IS sei eine Gefahr weit über den Irak und Syrien hinaus, schrieb Kerry. Dieser «Krebs» dürfe sich nicht ausbreiten. «Luftangriffe allein werden diesen Feind nicht besiegen», schrieb Kerry. Man müsse auch seiner Medienbotschaft entgegentreten und die eigene Verteidigung und Zusammenarbeit stärken.