Der Maidan ruht nach zwei blutigen Tagen

Auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew Ruhe eingekehrt. Am Morgen noch kam es entgegen der von Janukowitsch verkündeten Waffenruhe zu Schüssen zwischen Opposition und Polizei. Am Dienstag ist die Lage in der Ukraine nach langer Zeit eskaliert.

Drei junge Frauen lassen sich auf dem inzwischen friedlichen Maidanplatz fotografieren. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Foto für die Ewigkeit: Diese drei jungen Frauen lassen sich auf dem inzwischen friedlichen Maidanplatz fotografieren. Keystone

Nachdem am Vormittag in der Nähe des Maidanplatzes erneut Schüsse zwischen Polizei und Opposition gefallen sind, ist in Kiew nun Ruhe eingekehrt.

Am Morgen berichtete die Polizei noch, wie Regierungsgegner zwischen dem Maidanplatz und dem Regierungsgebäude das Feuer auf sie eröffnet hätten. Die Schüsse seien erwidert worden. Andere Nachrichtenagenturen teilten mit, es sei unklar, von welcher Seite die ersten Schüsse gekommen seien.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Ukraine: Noch mehr Tote statt Waffenruhe

    Aus Tagesschau vom 20.2.2014

    Gestern Abend keimte Hoffnung auf: In der Ukraine einigte sich die Opposition und Präsident Viktor Janukowitsch auf eine Waffenruhe. Doch schon während der Nacht wurde sie gebrochen. Nach den neuerlichen Schusswechseln ist die Rede von 70 Toten, vor allem auf Seiten der Demonstranten. Heute trafen sich die Aussenminister von Deutschland, Frankreich und Polen mit Janukowitsch. Die anderen 25 EU-Aussenminister diskutieren derweil in Brüssel über Sanktionen. Einschätzungen von Christoph Franzen und Jonas Projer, SRF-Korrespondenten in Kiew und Brüssel