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International Deutsche Steuersünder zeigen Reue

Reinen Tisch, das wollen offenbar immer mehr Deutsche machen. Die Zahl der Selbstanzeigen ist 2013 sprunghaft angestiegen. Rund 25'000 mutmassliche Steuersünder haben sich bei den Behörden gemeldet.

FC Bayern-Präsident Uli Hoeness.
Legende: «Hoeness-Effekt» in Deutschland? Die Zahl der Selbstanzeigen ist markant angestiegen. Keystone

Bei den Finanzämtern in Deutschland herrscht Hochbetrieb – vor allem in Bayern. Nach der Selbstanzeige von FC Bayern-Präsident Hoeness meldeten sich fast 4000 Bürger, die für Vermögen in der Schweiz keine oder zu wenige Steuern gezahlt hatten. Das ist im Vergleich zum Vorjahr fast eine Vervierfachung.

Insgesamt gingen in Deutschland demnach im vergangenen Jahr rund 25'000 Anzeigen mutmasslicher Steuersünder bei den Behörden ein – allerdings standen Dezember-Zahlen teilweise noch aus. Ähnliche Informationen hatte zunächst die «Süddeutsche Zeitung» verbreitet.

Unerwarteter Geldsegen

Die Einnahmen aus nachversteuerten Einkünften, die allerdings teilweise aus Anzeigen früherer Jahre resultieren, summierten sich gemäss der «Süddeutschen Zeitung» auf rund 3,5 Milliarden Euro.

Durch eine Selbstanzeige können die fehlbaren Bürger einer Strafe entgehen. Allerdings müssen sie dafür komplett reinen Tisch machen.

4 Kommentare

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  • Kommentar von D. Flückiger, Zürich
    Es ist so einfach.Die deutschen zeigen mit dem Finger auf uns.Aber wie viele ach so treue Steuerbürger in DE haben ihre Gelder hier im klaren Bewusstsein des Steuerbetrugs angelegt?Nach den neusten Selbstanzeigen mehr als wir denken.Daher habe ich mittlerweile kein schlechtes Gefühl für unser Banken,sondern nur Abscheu zu den deutschen Steuerzahlern.Nehmt die endlich mal dran,jeder deutsche versucht doch wo er kann Gelder zu sparen,warum haben wir so viele hier,wenn wir so schlecht sind ...
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    1. Antwort von Noah Dourmont, Hamburg
      Es war ein Geschäftsmodell der Schweizer Banken, den Steuerbetrug wohlhabender Deutscher zu ermöglichen. Die werden ja verfolgt auch mit Hilfe der Steuer CDs. Und ihr Schweizer gebt das Geld mit vollen Händen aus. Stattdessen geht ihr in Deutschland einkaufen, wo doch die Preise so günstig sind in Deutschland, da kann man sich doch mit allem versorgen und spart dabei.
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    2. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Noah Dourmont, Hamburg : Es war ein durch Ausländer missbrauchtes Geschäftsmodell, um korrekt zu bleiben. Jedem Ausländer war es jederzeit möglich, seine Fiskalpflichten gegenüber seinem eigenem Heimatland gegenüber ordentlich und korrekt zu erfüllen. Um so mehr sollten wir uns vorbehalten, jedem "Ueberführten" gleich noch eine zus. Klage wegen Reputations-Schäden und Rechts-Missbrauch zusätzlich anzuhängen. (smile)
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  • Kommentar von Max Hug, Luzern
    Und wie viele bünzlig brave Schweizer manöverieren wie viele Milliarden am Schweizer Fiskus vorbei?
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