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Deutschland hat gewählt Merkels Endspurt: «Haut nochmal richtig rein»

Deutschland wählt am Sonntag. Letzte Umfragen lassen ein knappes Resultat erwarten. Nur noch wenige Stunden bleiben den Parteien, um unentschlossene Wähler zu überzeugen. Knapp 24 Stunden vor der Entscheidung feierte die CDU in Berlin den Abschluss ihres Wahlkampfs.

Die CDU will angesichts knapper Umfrage-Ergebnisse im Wahlkampfendspurt bis zuletzt um unentschlossene Bürger werben. «Haut nochmal richtig rein, macht nochmal richtig Wahlkampf», rief Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ihre Parteifreunde am Samstag beim bundesweiten CDU-Wahlkampfabschluss in Berlin auf.

Generalsekretär Hermann Gröhe sagte: «Es ist kein Selbstläufer, wenn wir jetzt sehen, wie knapp es ist.» Aus dem Patt zwischen schwarz-gelber Koalition und Opposition in jüngsten Umfragen gelte es einen Vorsprung zu machen. «Dafür sind die nächsten Stunden da.»

Merkel sagte: «Ich persönlich bitte die Menschen in Deutschland, mich mit einem starken Mandat auszustatten, damit ich weitere vier Jahre Deutschland dienen kann.» Auch wenn ihr Name nicht auf den Wahlzetteln stehe, könnten die Bürger mit der Zweitstimme dafür votieren, «dass ich ihre Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland bleiben darf».

Die CDU-Chefin bekräftigte, sie wolle die Koalition mit der FDP fortsetzen. Zwar seien auch im schwarz-roten Bündnis mit der SPD von 2005 bis 2009 viele Probleme gelöst worden. «Aber wir waren erfolgreicher in der christlich-liberalen Koalition.»

Legende: Video «SRF-Korrespondent Stefan Reinhart zieht Wahlkampfbilanz» abspielen. Laufzeit 1:53 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.09.2013.

SRF-Korrespondent Stefan Reinhart glaubt, dass die Partei Alternative für Deutschland (AfD) Merkels Plan der Fortführung der schwarz-gelben Regierung gefährden könnte. «Denn wenn die Alternative für Deutschland den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde schafft, dann ist es rechnerisch nahezu ausgeschlossen, dass Schwarz-Gelb weitergeführt werden kann.»

Die Kanzlerin sprach sich erneut klar gegen Steuererhöhungen aus, da dadurch Risiken für Steuereinnahmen und Beschäftigung verbunden seien: «Diesen Weg wird die Union nicht gehen.» Merkel verteidigte den Kurs der Euro-Stabilisierung, der fortgesetzt werden müsse. «Diese Krise ist nicht überwunden.»

Gröhe sagte, die Umfragen zeigten, dass Rot-Grün ohne Chance sei. «Die Wahl ist: eine starke Union oder instabile Verhältnisse.» Merkel hatte am Samstagnachmittag noch eine letzte Veranstaltung in ihrem Wahlkreis in Stralsund geplant. Morgen könne sie endlich mal ausschlafen, zumindest «theoretisch», sagte die Kanzlerin.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Na ja, jetzt können die Wähler sich bemerkbar machen, nachher ist es wieder, ich glaube für 4 Jahre nur noch so eine Art eine Parlamentsdiktatur.
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  • Kommentar von Urs Keller, Binningen
    Wenn man die Medien in D liest, wird die AfD immer noch ignoriert, und nur Insa gibt ihr 5 %. Liest man aber die Kommentare so liegen diese diametral für die AfD und zwar beinahe ohne Ausnahme. Es scheint dass die grosse Mehrheit der Wähler die AfD als Kontrollstelle im Bundestag wünscht.. Der Anteil der AfD Wähler scheint zwischen 10 - 20 % zu liegen. Politik, Presse und Demagogen werden staunen. Sogar die türkischstämmigen Deutschen werben für die AfD.
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    1. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Das hat System in den Medien. Sobald es EU-kritisch ist, wird es ignoriert, unterdrückt oder sonst wie in Misskredit gebracht. - Da wirkt der allseits bekannte Mainstream der Medien, der da heisst: alles was mir nicht in den Kram passt ist böse, alles was EU-kritisch ist, ist automatisch auch sehr, sehr böse. - Wir kennen ja das hier in unserem Lande bestens ! (smile)
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