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Deutschland hat gewählt Reaktionen: Merkel jubelt, die FDP leckt ihre Wunden

Hochrechnungen sagen bereits eine absolute Mehrheit für die Konservativen voraus, vor ihren Anhängern äusserte sich Kanzlerin Merkel aber noch zurückhaltend. Die CDU-Chefin dankte ihrer Partei für den Wahlkampf. Beim bisherigen Koalitionspartner FDP ist die Stimmung am Boden.

Legende: Video Merkels Reaktion zum Wahlergebnis abspielen. Laufzeit 00:32 Minuten.
Aus News-Clip vom 22.09.2013.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich nach dem Erfolg bei der Bundestagswahl bei ihren Wahlhelfern bedankt. Merkel äusserte sich, bevor die ersten Hochrechnungen eine mögliche absolute Mehrheit von CDU und CSU errechneten.

Sie hielt sich bei ihrem Auftritt zu möglichen Regierungsbündnissen zurück. «Wir warten jetzt erst einmal das Wahlergebnis ab», sagte sie. «Feiern dürfen wir heute schon.»

Den Wählern versprach Merkel, mit dem Sieg vertrauensvoll umzugehen. Schliesslich bedankte sie sich auch bei ihrem Mann Joachim Sauer, der nur selten in der Öffentlichkeit auftritt. «Der muss einiges ertragen.»

Betroffenheit bei den Liberalen

Legende: Video FDP mit «schlechtestem Ergebnis» abspielen. Laufzeit 00:28 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.09.2013.

Betroffenheit herrschte dagegen beim bisherigen Koalitionspartner FDP, der vermutlich nicht im neuen Bundestag vertreten sein wird. Parteichef Philipp Rösler deutete seinen Rückzug an.

Er habe in schwieriger Zeit die Führung der Partei übernommen und trotz einiger gewonnener Landtagswahlen sei es ihm nicht gelungen, einen Aufbruch für die Bundestagswahl zu erzeugen, sagte der 40-Jährige. «Daher werde ich politisch die Verantwortung übernehmen.» Er sprach von der «bittersten, traurigsten Stunde in der Geschichte der Freien Demokratischen Partei.»

Legende: Video Steinbrück: «Ball liegt bei Frau Merkel» abspielen. Laufzeit 00:28 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.09.2013.

SPD verfehlt Wahlziel

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und Parteichef Sigmar Gabriel haben die Zugewinne der Sozialdemokraten bei der Bundestagswahl begrüsst. Beide räumten am Sonntagabend in Berlin aber zugleich ein, dass die SPD ihr Wahlziel verfehlt hat, die Führung der nächsten Bundesregierung zu übernehmen.

«Wir haben nicht das Ergebnis erzielt, das wir wollten», sagte Steinbrück. Zugleich bot er an, auch künftig für die Sozialdemokraten Verantwortung zu übernehmen: «Ich werde auch in Zukunft für diese SPD immer bereit sein.»

Grüne sind geknickt – Linke freut sich

Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin räumte die Niederlage seiner Partei ein. «Wir hatten zwei Ziele: Schwarz-Gelb sollte Rot-Grün weichen - und zwar mit gestärkten Grünen. Beide dieser Ziele haben wir nicht erreicht, das ist bitter, und wir werden uns dieser bitteren Realität gemeinsam stellen müssen», sagte er.

Linken-Fraktionschef Gregor Gysi hob das Ergebnis seiner Partei als herausragend hervor. Zwar habe die Linke nicht das von ihm ausgegebene Ergebnis im zweistelligen Bereich erreicht, sagte er im ZDF. «Wer hätte das 1990 gedacht, dass diese Partei die drittstärkste politische Kraft der Bundesrepublik Deutschland wird. Das haben wir geschafft», jubelte er.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von alfredo tschubidu, basel
    das beste, was den liberalen passieren konnte. endlich weg von der befehlsgewalt der union. die hat der fdp viele stimmen gekostet. zudem - das allerwichtigste - endlich eine neue gute parteiführung zusammensetzen. mit einem rösler - so gut er fachlich ist - sind keine stimmen zu machen. da muss jemand hin mit charisma und vorallem sachliche, kompetente themen. stellung beziehen und vorwärts gehen. die komplizierten reden von brüderle haben viele nicht verstanden. eine neue chance tut sich auf.
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    1. Antwort von Peter singer, Los Angeles
      Die Liberalen gibt es nicht mehr. Die FDP ist so gut wie tot. Es ist sehr unwahrscheinlich dass sie zurückkommt.
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  • Kommentar von Pia Müller, 9444 Diepoldsau
    SUPER! Richtiger und bester Entscheid unseres Nachbarn "für Frau Merkel" - was für eine grossartige Persönlichkeit und Kanzlerin in dieser schwierigen Zeit. Ich wünsche mir, wir hätten in CH wenigstens nur 1 Bundesrat mit diesen Qualitäten von Frau A. Merkel !!! PM-CH
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