Steinbrück zeigt den Stinkefinger

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück verteidigt seine vom politischen Gegner scharf kritisierte Stinkefinger-Geste auf dem Cover des deutschen «SZ-Magazins». Er hofft auf den Humor der Menschen.

Peer Steinbrück Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Peer Steinbrück will den Wähler im Wahlkampf aufrütteln. Keystone

Peer Steinbrück streckt dem Leser des deutschen «SZ-Magazins» auf dem Titelbild den Stinkefinger entgegen – dies wegen der ungewöhnlichen Interviewform. Das Ohne-Worte-Interview («Sagen Sie jetzt nichts») ist ein Klassiker dieser Zeitschrift.

«Da werden einem Fragen gestellt, die man übersetzt in Gebärden, in Grimassen, in Emotionen», erklärt Steinbrück in München. «Das schauspielert man dann. Und ich hoffe, dass die Republik auch den Humor hat, dann diese Grimassen und diese Gebärdensprache bezogen auf die Fragen richtig zu verstehen.»

Die konkrete Frage an den 66-Jährigen lautete: «Pannen-Peer, Problem-Peer, Peerlusconi – um nette Spitznamen müssen Sie sich keine Sorgen machen, oder?» Auf die Frage, ob er gewusst habe, dass das Magazin dieses Foto auf den Titel nehmen wolle, sagte Steinbrück: «Nein.»

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel