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International Die Blutspur des Joseph Kony

Die ugandische Rebellengruppe LRA mit ihrem Anführer Joseph Kony treibt seit über zwei Jahrzehnten ihr Unwesen in Zentralafrika. Nun belegt eine Studie der UNO: Die LRA hat bislang 100‘000 Menschen getötet. Kony und seine «Widerstandsarmee des Herrn» mordet weiter – trotz internationalem Haftbefehl.

Joseph Kony im Sudan. Bild von 2006. (keystone)
Legende: Lord's Resistance Army nennt sich die Rebellengruppe um Joseph Kony. Bisher konnte sie niemand stoppen. Keystone

Erschreckendes Resultat einer UNO-Studie: Die ugandische Rebellengruppe Lord's Resistance Army (LRA) hat in den vergangenen 25 Jahren in Zentralafrika mehr als 100'000 Menschen getötet. Zudem habe Rebellen-Chef Joseph Kony bis zu 100'000 Kinder entführt, sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon bei der Präsentation der Studie in New York. Verfasst wurde der Bericht vom Büro von UNO-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay.

Kony wird vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gesucht – darunter Mord, Vergewaltigung und Zwangsrekrutierung von Kindersoldaten.

Die LRA wurde Ende der 1980er-Jahre gegründet. Sie gilt als eine der brutalsten Rebellengruppen der Welt. Aktiv ist sie vor allem in der Demokratischen Republik Kongo, im Südsudan und in Zentralafrika.

Die LRA wird derzeit verdächtigt, in Grenzgebieten der Zentralafrikanischen Republik und der Demokratischen Republik Kongo Gewalttaten zu verüben. 2012 sollen es 212 Angriffe gewesen sein. 45 Menschen starben dabei, 220 weitere wurden entführt – ein Viertel davon Kinder.

Hilfe für Krisenregion

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon und Weltbankpräsident Jim Yong Kim reisen diese Woche zu Gesprächen in den Kongo, nach Ruanda und Uganda. Sie wollen die wirtschaftliche Entwicklung in der lange umkämpften Region vorantreiben.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Elisabeth Glanzmann, Rafz
    Danke lieber Herr Würz! Ich habe eigentlich nicht vor, mich über einzelne Bibelstellen zu "streiten", die aus dem Zusammenhang gerissen sind. Vielmehr würde ich Ihnen ein Leben gönnen, das von Gottes Liebe im Alltag geprägt ist und dessen Grundlage auch hält, wenn wir mit unserer körperlichen Vergänglichkeit konfrontiert werden. Zum ursprünglichen Thema zurück: es ist sehr traurig, dass weltweit so viele Menschen sinnlos u.grausam sterben. Ich masse mir dazu keine Antwort an. Alles Gute + Grüsse
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  • Kommentar von Martin Keller, Morschach
    100'000 Tote sind genau 100'000 zu viel, allerdings muss diese Zahl auch in die richtigen Relationen gebracht werden.In Ruanda wurden 1994 innerhalb von 4 Monaten fast 10 Mal so viele Menschen umgebracht, wie Kony's Leute in 25 Jahren ermordet haben..... Trotzdem sollte die internationale Gemeinschaft dieses Morden eigentlich nicht dulden und dringend etwas unternehmen...
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  • Kommentar von Elisabeth Glanzmann, Rafz
    Wer die Bibel nicht kennt oder nur Teile davon ist geneigt, sie falsch zu verstehen. Lieber Herr Würz, ich lade Sie ein, sich mit der Bibel mehr vertraut zu machen, fangen Sie mal mit dem Neuen Testament an. Dann erkennen Sie Gottes Liebe zu ALLEN Menschen. Haben Sie den Mut, noch Neues dazuzulernen, z.B. auf www.Gottkennen.ch. Liebe Grüsse Elisabeth
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    1. Antwort von Otto Würz, Winterthur
      Frau Glanzmann, wer von 'Gottes Liebe' redet, liest die Bibel selektiv und pickt sich die angenehmen Teile heraus. Die Wahrheit ist: dieses Buch ist voll mit ethisch fragwürdigen bis bedenklichen Aussagen. Auch im Neuen Testament. Korinther 1-14 sagt z.B.: "Wie in allen Gemeinden lasset eure Weiber schweigen; denn es soll ihnen nicht zugelassen werden, daß sie reden, sondern sie sollen untertan sein, wie auch das Gesetz sagt." - Wie gefällt Ihnen das?
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    2. Antwort von Tom Rosen, Erlenbach
      Guter Konter, Herr Würz. Aber nicht wahr, Frau Glanzmann - sein Zitat stammt ja sicherlich nicht aus der RICHTIGEN Bibel. Wichtig bei jedem Bibelzitat ist, sich nicht nur auf den winzigen, 4x wiederholten, letzten Bibelteil(NT) zu konzentrieren. Die echten Preziosen zu Menschenwürde, Toleranz, Gewaltlosigkeit und Nächstenliebe findet man im Ursprungstext (AT). Kony und seinesgleichen folgen dieser, von archaischen Jungsteinzeitlern geprägten Geschichtensammlung dabei sehr aufmerksam und genau.
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