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Wegen neuen Sparmassnahmen Die grössten Gewerkschaften legen Griechenland lahm

Leeres Bahngleis.
Legende: Am Donnerstagabend soll das griechische Parlament ein neues Sparpaket billigen Keystone

Aus Protest gegen neue Sparmassnahmen haben die grössten Gewerkschaften in Griechenland am Mittwoch Streiks begonnen.

Wer streikt?

  • Weil die Fluglotsen am Vormittag vier Stunden lang die Arbeit niederlegen, werden Dutzende Flüge verschoben. Einige Inlandflüge wurden abgesagt.
  • Die Busse in Athen fuhren am Mittwochmorgen zunächst nicht, auch die staatliche Bahn wurde bestreikt.
  • Die Fähren sind den zweiten Tag in Folge in den Häfen geblieben. Die Seeleute wollen sogar bis Samstagmorgen weiter streiken.
  • Staatsbedienstete und viele Lehrer nehmen am Streik teil. Die Folge: Steuerämter, Ministerien, aber auch Schulen und zahlreiche Museen und antike Stätten bleiben geschlossen, wie das Staatsradio (ERT) am Mittwoch berichtete.
  • Ärzte staatlicher Spitäler behandeln nur Notfälle.

Am Donnerstagabend soll das griechische Parlament ein neues Sparpaket billigen, das Rentenkürzungen und Steuererhöhungen in Höhe von gut 4,9 Milliarden Euro vorsieht. Es ist Voraussetzung für weitere Finanzspritzen seitens der Gläubiger an das hoch verschuldete Land.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Max Widmer (1291)
    Wetten, dass genau das Gleiche in Frankreich in wenigen Wochen passieren wird.
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  • Kommentar von Hans Fürer (Hans F.)
    Ich frage mich mehr und mehr, wie es um Griechenland heute stehen würde, wenn das Land nie der EU beigetreten wäre. Eines ist ja klar: dann käme keinerlei Druck aus Brüssel, aber auch keine Milliarden Euros.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Schon wieder Rentenkürzungen und Steuererhöhungen. Jeder dritte Grieche ist armutsgefährdet. Ein Volk droht auszubluten. Jeder dritte Grieche kann seine Miete oder Hypothek nicht mehr bezahlen und sich nicht einmal alle zwei Tage eine Mahlzeit mit Fleisch, Fisch oder frischem Gemüse leisten. Die EU lässt GR mit ihren vielen Flüchtlingen im Stich. Wie soll ein Land das alles bewältigen. Sparen ist nicht alles - Investieren in das Land wäre überlebenswichtig um der Abeitlosigkeit zu entgehen.
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    1. Antwort von L. Leuenberger (L.L.)
      Machen Sie sich keine Sorgen um die Flüchtlinge,falls sie wirklich nur ein Dach über dem Kopf brauchen, das bekommen sie auch in GRC.Für ihre Ernährung und Unterbringung liefert Brüssel das Geld,genauso wie die Italiener für ihre überfreundliche Migrationspolitik von Brüssel bezahlt sind. Denken Sie lieber an die Abertausende alter Griechen,die keine Medikamente haben und an die Abertausende junger Griechen,die zum Auswandern gezwungen sind.Ist das die Hauptaufgabe Brüssels-Migration zu fördern?
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