«Die Öffentlichkeit will, dass wir handeln»

Die US-Regierung scheint fest entschlossen, die laxen Waffengesetze zu verschärfen - notfalls «per Dekret». Schon kommende Woche will Vizepräsident Biden erste Vorschläge vorlegen. Im Gespräch ist unter anderem ein Verkaufsverbot für bestimmte Waffen.

Will schon nächste Woche erste Vorschläge machen: US-Vizepräsident Joe Biden. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Will schon nächste Woche erste Vorschläge machen: US-Vizepräsident Joe Biden. Reuters

US-Vizepräsident Joe Biden will bis Anfang kommender Woche seine Vorschläge für schärfere Waffengesetze vorlegen. «Die Öffentlichkeit will, dass wir handeln», sagte er vor weiteren Treffen mit Vertretern von Interessengruppen. Es sei an der Zeit, dass der Verkauf bestimmter Feuerwaffen auch gegen Widerstand erschwert würde. Notfalls könne dies auch «per Dekret» geschehen, drohte Biden.

US-Präsident Barack Obama hatte seinen Vize nach dem Massaker von Newton mit der Leitung einer Arbeitsgruppe betraut, die die laxen Waffengesetze in den USA überprüfen soll. Am Mittwoch war er bereits mit Vertretern der Waffengegner und Opferfamilien zusammengetroffen.

Treffen mit der NRA

Weitaus heikler war Bidens Treffen mit Vertretern der mächtigen National Rifle Association (NRA) am Donnerstag. Sie kündigte Widerstand an gegen das geplante Verkaufsverbot für halbautomatische Waffen und besonders grosse Magazine, mit denen ohne Nachladen viele Schüsse abgefeuert werden können.

«Wir werden es nicht zulassen, dass gesetzestreuen Waffenbesitzern die Schuld für die Taten von Kriminellen und Wahnsinnigen zugeschoben wird», erklärte die NRA nach dem Gespräch mit Biden.

Vor dem Treffen Bidens mit Vertretern der Waffenlobby fielen in Taft in Kalifornien erneut Schüsse an einer Schule. Mindestens zwei Menschen wurden dabei verletzt.