Die USA stoppen die militärische Zusammenarbeit mit Russland

Die USA ziehen Konsequenzen aus dem militärischen Vorgehen Russlands auf der Krim: Präsident Obama sucht mit den wichtigsten Ministern und Sicherheitsexperten Mittel, um Russland zu isolieren. Zudem will er der Ukraine finanzielle Hilfe anbieten.

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Tauziehen zwischen Russland und USA

0:35 min, aus Tagesschau am Mittag vom 4.3.2014
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Bildlegende: Obama will Russland international isolieren Keystone/Archiv

US-Präsident Barack Obama hat am Montagabend zwei Stunden mit seinen wichtigsten Ministern und Sicherheitsexperten gesprochen, um Wege zu finden, Russland international zu isolieren. Das sagte ein Sprecher des Weissen Hauses.

Unter anderem wurden Gespräche gestoppt, die zu engeren Handelsbeziehungen zwischen den USA und Russland hätten führen sollen. Zudem wurden die militärischen Verbindungen ausgesetzt. «Wir rufen Russland auf, die Krise in der Ukraine zu deeskalieren», so ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums. Die russischen Streitkräfte auf der Krim müssten zu ihren Basen zurückkehren.

Obama nannte das russische Vorgehen einen Verstoss gegen internationale Regeln und drohte mit Sanktionen. US-Aussenminister John Kerry werde sich am Dienstag in Kiew für eine Verständigung zwischen Russland und der Ukraine einsetzen. Er werde auch finanzielle Hilfe für die vor der Zahlungsunfähigkeit stehende Ukraine anbieten.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Tauziehen zwischen Russland und den USA

    Aus Tagesschau vom 4.3.2014

    Auch auf der politischen Ebene geht das Tauziehen um die Ukraine weiter. Während die USA die militärischen Verbindungen zu Russland gekappt hat, geben die Russen vor dem UNO-Sicherheitsrat eine Begründung für ihren Einmarsch auf der Krim ab. Russland halte Viktor Janukowitsch für den rechtmässigen Präsidenten. Die Intervention sei auf dessen Bitte hin geschehen.