Die Waffenruhe in der Ostukraine hält

Im Kriegsgebiet Ostukraine ist um Mitternacht Ortszeit eine Waffenruhe in Kraft getreten. Bis zum Abend wurde an allen Fronten in unverminderter Härte gekämpft. Das gegenseitige Misstrauen bleibt gross, beide Seiten sprachen Drohungen aus, sollte die Waffenruhe nicht halten.

Eine Frau schreit ihre Frustration über die Zerstörung heraus, im Hintergrund brennt ein Haus. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Am stärksten betroffen im Konflikt ist die Zivilbevölkerung. Reuters

Die ersten Stunden der Waffenruhe

Der Ticker ist abgeschlossen.
  • Um Mitternacht ist in der Ostukraine eine Feuerpause zwischen ukrainischen Truppen und prorussischen Aufständischen in Kraft getreten.
  • Die Feuerpause hatten u.a. Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident François Hollande und Russlands Präsident Wladimir Putin am Donnerstag im weissrussischen Minsk ausgehandelt.
  • Trotz der Einigung will die EU an ihren Sanktionen gegen Russland festhalten. Bereits beschlossene neue Strafmassnahmen wie Einreiseverbote und Kontosperrungen werden am Montag in Kraft treten.
  • Die vereinbarte Waffenruhe scheint nicht durch grössere Gefechte verletzt worden sein.
  • 8 :08

    Auf Wiedersehen

    Wir beschliessen hiermit den Liveticker über die Ereignisse der Nacht. Wir werden Sie jedoch bei SRF News weiter über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

  • 6 :38

    Auch am Sonntagmorgen scheint die vereinbarte Waffenruhe nicht durch die verschiedenen Parteien gebrochen worden zu sein.

  • 3 :16

    Waffenruhe in Ostukraine scheint weitgehend zu halten

    Nach dem Inkrafttreten der Waffenruhe in der Ostukraine ist die Lage zunächst unübersichtlich. Weitgehend scheint die ab Mitternacht Ortszeit (23.00 Uhr MEZ) vereinbarte Feuerpause zu halten, die Konfliktparteien warfen sich jedoch gegenseitig vereinzelte Verstösse vor.

    Ukrainische Truppen hätten bei den Orten Debalzewo und Gorlowka sowie am Donezker Flughafen die Aufständischen unter Beschuss genommen, sagte Separatistenführer Eduard Bassurin am Sonntagmorgen Agenturen zufolge.

    Der Nationale Sicherheitsrat in Kiew berichtete von einem Verstoss gegen die Waffenruhe in den ersten 90 Minuten seit deren Beginn. Aussenminister Pawel Klimkin sagte in Kiew, die Regierung tue alles für eine stabile Feuerpause. Im Gebiet Lugansk blieb es nach Darstellung der Separatisten ruhig.

  • 0 :01

    Auch Separatistenführer Eduard Bassurin teilte mit, dass die Waffenruhe in Donezk begonnen habe. Zudem werde der ebenfalls in Minsk vereinbarte Abzug schwerer Waffen aus dem Konfliktgebiet aufgenommen, sagte er. Auch die Aufständischen in Lugansk stellten das Feuer ein.

  • 23 :59

    Obama dankt Merkel

    US-Präsident Barack Obama hat am Samstag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel telefoniert. In dem Gespräch vor dem Inkrafttreten der Feuerpause im Krieg in der Ostukraine dankte Obama der CDU-Politikerin für deren «unermüdliche Bemühungen, den Konflikt (...) in einer Weise zu Ende zu bringen, die die Souveränität und Einheit der Ukraine bewahrt», wie das Weisse Haus mitteilte.

  • 23 :54

    Waffen schweigen laut Einwohnern der Region

    Ein Reporter der Agentur Reuters meldet, dass Punkt 23.00 Uhr in Donezk kein Artillieriefeuer mehr zu hören war, während in den Minuten davor noch alle fünf Sekunden schwere Geschütze abgefeuert worden waren. Laut Meldungen in den sozialen Medien von Einwohnern der umkämpften Städte, sind die Gefechte eingestellt worden.

  • 23 :10

    Ukraine befiehlt Waffenruhe

    Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko befiehlt seinen Truppen eine Waffenruhe, wie sie in Minsk vereinbart worden ist.

  • 22 :58

    Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande haben am Abend nochmals mit dem ukrainischen Präsident Petro Poroschenko telefoniert. Er habe zugesichert, die Feuerpause wie geplant um Mitternacht Ortszeit (23.00 Uhr MEZ) anzuweisen, teilte der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter in Berlin mit. Merkel und Hollande sagten Poroschenko demnach weitere Unterstützung bei der Umsetzung der Waffenruhe zu.

  • 22 :56

    Lage vor der Waffenruhe

    Vor der geplanten Waffenruhe in der Ostukraine dauern die heftigen Gefechte in der Kriegsregion weiter an. Hart umkämpft blieb vor allem die Stadt Debalzewe, die sich unter Kontrolle der Armee befindet. Seit Wochen versuchen die Separatisten, den strategisch wichtigen Verkehrsknoten zwischen den Rebellenhochburgen Donezk und Lugansk einzunehmen.

    Video «Peter Gysling hofft auf die Waffenruhe» abspielen

    Peter Gysling hofft auf die Waffenruhe

    1:23 min, aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 14.2.2015

In der Ostukraine tobten noch während des ganzen Samstags heftige Kämpfe um die Stadt Debalzewe. Der wichtige Verkehrsknoten zwischen den Rebellenhochburgen Donezk und Lugansk ist eingekesselt.