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International Diplomatisches Frühlingserwachen: Kerry trifft Putin

Mit John Kerry ist der ranghöchste US-Politiker seit Ausbruch der Ukraine-Krise nach Russland gereist. Der US-Aussenminister vermeldete nach dem Treffen, die Gespräche in Sotschi seien offen verlaufen.

Legende: Video John Kerry trifft Putin abspielen. Laufzeit 00:29 Minuten.
Aus Tagesschau vom 12.05.2015.

Einen Tag vor dem Nato-Aussenministertreffen haben US-Aussenminister John Kerry und Russlands Präsident Wladimir Putin über die Ukraine-Krise beraten. Die Gespräche im russischen Sotschi seien offen gewesen, teilte Kerry per Twitter mit. Es sei wichtig, in Kontakt zu bleiben.

Kerry hatte davor auch seinen russischen Amtskollegen Sergej Lawrow getroffen. Dessen Ministerium erklärte, Russland sei zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit den USA bereit. Dies müsse aber auf Augenhöhe geschehen.

John Kerry und Sergej Lawrow geben sich die Hand
Legende: Russland sei zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit den USA bereit. Aber nur auf Augenhöhe: Kerry und Lawrow. Keystone

Lawrow sagte seinem US-Amtskollegen nach Angaben des Aussenministeriums in Moskau, die Sanktionen, die der Westen gegen Russland insbesondere wegen dessen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim verhängt hat, führten nur in eine Sackgasse. Russland werde sich dem Druck nicht beugen und gebe seine nationalen Interessen nicht auf.

Beziehungen auf dem Tiefpunkt

Die Beziehungen der beiden Atommächte sind wegen der Ukraine-Krise auf dem Tiefpunkt. Mit Kerry kam der ranghöchste US-Politiker seit dem Ausbruch der Ukraine-Krise im Herbst 2013 nach Russland.

Der Westen wirft der Führung in Moskau vor, die prorussischen Rebellen in der Ostukraine mit Waffen und Soldaten zu unterstützen. Russland weist das zurück.

USA wollen Dialog aufrechterhalten

Nach US-Angaben sollte Kerrys Besuch in Russland dazu dienen, den Gesprächsfaden zwischen den beiden Mächten nicht abreissen zu lassen. Auf der Tagesordnung standen auch die Atom-Verhandlungen mit dem Iran und der Bürgerkrieg in Syrien.

Diese Themen und die Spannungen zwischen dem Westen und Russland dürften auch das zweitägige Treffen der Nato-Aussenminister im türkischen Antalya beherrschen.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg warnte zuletzt vor einem neuerlichen russischen Truppenaufmarsch nahe der ukrainischen Grenze. Ausserdem hat Russland gemäss seinen Aussagen weitere schwere Waffen wie Panzer, Flugabwehrsysteme und Artillerie in die Ukraine geschickt, so dass die Separatisten dort ohne Vorwarnung in die Offensive gehen könnten.

Übersicht Ukraine-Krieg

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19 Kommentare

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  • Kommentar von C. Szabo, Thal
    Der Verlauf globaler Börsenindexe bietet Rückschlüsse auf die Konfliktgefahr. In der Tendenz sind sie stabil. Der Devisenkurs des Rubels hat sich zu einem erheblichen Teil von seiner Einbusse erholt. Die Isolierung RU's hat nicht wie vom Westen gehofft geklappt. China und Asien haben klug und mit Bedacht reagiert. Die Ausrichtung RU's gegen Asien schadet in 1. Linie Europa. Ein Ziel der USA ist erreicht. Die Spaltung RU's und Europas. Und damit wird Europa politisch unwichtiger.
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  • Kommentar von Susanne Lüscher, Gossau
    Poroschenko lässt derweil verlauten, dass er den Flughafen von Donetsk zurückerobern will, was gegen das Abkommen von Minsk ist. Kerry und die meisten MSM scheinen dies nicht mitbekommen zu haben. Kerry daraufhin befragt, meinte: "Falls dem so sei, werde er Poroschenko warnen, dass er keine neuen Feindlichkeiten anstachelt". Nur dieser von den USA installierte Poroschenko macht seit Monaten nichts anderes als Kriegshetze gegen die "Rebellen" und Russland - der Westen scheint dies nicht zu hören!
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  • Kommentar von Christa Wüstner, Reinach
    Was heute hier diskutiert wird , werden alles nur Vermutungen oder sogar Spekulationen sein. Verdächtigungen gegen Ost und West. Aber was ist der wirkliche Grund, den wissen wir nicht, deshalb beurteilt jeder die Lage nach seiner Einstellung und Meinung.
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