Zum Inhalt springen
Inhalt

International Drahtzieher von Terroranschlag in Mumbai soll freikommen

Der Anschlag auf einen Bahnhof und das Luxushotel Taj Mahal in Mumbai erschütterte Indien. Nun hat das Oberste Gericht in Pakistan entschieden, den mutmasslichen Hintermann der Anschläge frei zu lassen.

Feuerwehr versucht, einen Brand im Luxushotel Taj Mahal zu löschen
Legende: Im November 2008 verübten Terroristen einen Anschlag auf das Luxushotel Taj Mahal in Mumbai. Keystone

Der mutmassliche Drahtzieher des Terrorangriffs in Indien im Jahr 2008 soll nun doch aus der Haft entlassen werden. Das Oberste Gericht in Pakistan hat die Haftordnung gegen den Beschuldigten aufgehoben, wie die Behörden mitteilten.

Lokale Medien berichteten, der Beschuldigte Zaki-ur Rehman Lahkvi müsse für seine Freilassung eine Kaution von einer Millionen Rupien – rund 10‘000 Franken – zahlen. Unklar blieb, ob der Betroffene den Betrag zahlen wird.

Vorwurf an die Regierung in Islamabad

Lahkvi ist der Kommandeur der Terrorgruppe Lashkar-e-Toiba, die von Pakistan aus agiert. Die Gruppe wird beschuldigt, für die Terrorattacke im westindischen Mumbai mit 166 Todesopfern verantwortlich zu sein. Im November 2008 führten Terroristen in der Millionenmetropole mehrere Anschläge aus, darunter ein Angriff auf das Luxushotel Taj Mahal und ein Bahnhof. Indien hatte der Regierung in Islamabad mehrmals vorgeworfen, nicht gegen die Drahtzieher vorzugehen.

Ein Anti-Terror-Gericht hatte schon am 18. Dezember entschieden, Lahkvi eine Freilassung gegen Kaution zu gewähren. Aufgrund einer Anordnung der pakistanischen Regierung blieb er jedoch in Haft.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Das ist wieder mal typisch Pakistan: Einerseits gross das Maul aufreissen, man würde nun endlich den Taliban und dem Terror den Kampf ansagen und eine Woche später lässt man einen Terror-Drahtzieher laufen, der 168 Menschenleben auf dem Gewissen hat. Diese sunnitischen Schwachmaten verstehen den Ernst der Lage wohl erst, wenn ihnen das ganze Land um die Ohren fliegt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Urs Imboden, Bern
    @ Manuela Maruhn: Lockerbie wurde nachweislich vom Lybischen Geheimdienst also M.Gadaffi in die Wege geleitet und durchgeführt. Das man den Typen nie Hingerichtet hat oder zumindest vor dieses Pseudo- Menschenrechtsgericht in den Haag gebracht hat zeigt, dass in diesem Leben nicht mit Gerechtigkeit zu rechnen ist. Gadaffi hatte Öl und wieso man diesen Typen nicht schon lange hat baumeln lassen liegt vielleicht in der jahrzente dauernden rivalität zw. Nationalisten beider Staaten.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von George Berger, 8038
    Wenn die USA wiklich etwas gegen den militanten Islamismus hätten tun wollen, hätten sie Pakistan angegriffen. Warum trotzdem Afghanistan: 1. Geostrategische Interessen 2. hat Pakistan die Bombe 3. sind die Beziehungen zu den pakistanischen Staatsterroristen (ISI) fast schon familiär 4. wollen sie diesen Konflikt gar nicht gewinnen, sondern ihn nur intensivieren um die eigene Bevölkerung zu verängstigen (ermöglicht den Stasi-Apparat, Machterhaltung) und viel Geld mit Elend und Tod zu verdienen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen