Terror im Irak Drei Anschläge fast zeitgleich

  • Bei drei Selbstmordanschlägen in der Nähe der südirakischen Stadt Nassirija sind mindestens 70 Menschen getötet worden.
  • Die Opferzahl könne weiter steigen, da mehrere der 100 Verletzten in Lebensgefahr seien, sagte ein Vertreter der örtlichen Gesundheitsbehörde.
  • Die Terrorgruppe Islamischer Staat bekannte sich zu den Anschlägen.

Nach Polizeiangaben waren zwei Restaurants und ein Polizei-Kontrollposten an einer Autobahn südwestlich von Nassirija Ziel der Anschläge. In dem Lokal habe ein Angreifer eine Sprengstoffweste gezündet.

Drei oder vier weitere Angreifer hätten zugleich auf die Menschen im Restaurant geschossen. Unter den Opfern seien auch mehrere iranische Staatsbürger. Die Angreifer trugen nach Angaben aus Sicherheitskreisen Polizei-Uniformen und waren in gestohlenen Armee-Fahrzeugen unterwegs.

Schwerster Anschlag seit Verlust von Mossul

Die IS-Extremisten verüben fast täglich Anschläge im Irak. Zwar haben sie praktisch alle Gebiete verloren, die sie seit 2014 erobert hatten, doch sind sie weiterhin aktiv.

Das Doppelattentat vom Donnerstag war der schwerste IS-Anschlag seit dem Verlust ihrer nordirakischen Hochburg Mossul, die Anfang Juli von der Armee zurückerobert worden war.